Lie to me

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Die Rolle, die Tim Roth in der bei Vox derzeit laufenden Serie spielt, ist dem amerikanischen Psychologen und Anthropologen Dr. Paul Ekman nachempfunden, dessen Spezialgebiete die nonverbale Kommunikation und vor allem die Mikroexpressionen sind. In der Serie mit dem Titel „Lie to me“ ist Tim Roth Carl Lightman, der Chef der Lightning Group und als solcher Berater des FBI. Im ersten Kapitel dieses Herbstes geht es um einen brutalen Typen, der seine Opfer mit Säure verletzt, aber im Gefängnis matt gesetzt wurde. Das Problem ist ein Nachahmer, den die Polizei nun sucht. Es gibt eine Spur und einen Verdächtigen, den ein etwas impulsiver Sergeant namens Ben Reynolds gespielt von Mekhi Phifer, im Beisein des Psychologen Lightman nun verhört. Wieder wird eine Frau vermisst. Die Zeit drängt. Die drei Männer befinden sich im Haus des Verdächtigen. Er ist es, behauptet der FBI-Mann Reynolds, und stürzt sich auf ihn. Ja, sie – die Vermisste – ist hier, sagt der Bedrängte. Hier? LIghtman und Reynolds schauen sich an. Der Psychologe ist skeptisch, begleitet die beiden aber in eine Art Abstellraum, dem vermeindlichen Versteck. Der Polizist scheint kurz vor dem Ziel. Da springt der Psychologe auf, nimmt ein Messer, schneidet sich in die Hand und zeigt dem Verdächtigen die blutende Wunde. Der Mann verliert das Bewusstsein. Er ist Hämatophob. Als sie eben von den blutenden Opfern gesprochen haben, wurde es ihm schlecht, erklärt der von Tim Roth genial dargestellte Psychologe lamoyant. Nicht sie ist hier, fährt LIghtman fort und deutet mit dem Kopf zur Wand, sondern die Ausschnitte aus der Zeitung, die er von ihr gesammelt hat. Er ist kein Mörder, er ist Sammler. Medienbeobachter, würden wir sagen, wenn auch einer der eher seltsamen Art.

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