Die Zeitung. Ein Nachruf?

Heute morgen, als ich mit etwas Kopfschmerzen in mein Büro komme, finde ich ein Kärtchen auf meinem Schreibtisch, das aussieht wie von „2001“, einem früher recht bekannten Versandhändler. Auf dem Kärtchen ein gelbes Post-it mit der Aufschrift „Interesse?“ und ein Pfeil, der auf einen Text zu einem Buch verweist, dessen Autor Michael Fleischhacker und dessen Titel lautet: „Die Zeitung. Ein Nachruf.“ Das Buch soll einmal fast 20 EUR gekostet haben und wird nun für nicht einmal mehr 2 EUR angeboten. Ich frage mich, ist das Buch ein Nachruf auf die Zeitung oder der Werbetext des Versandhändlers ein Nachruf auf das besagte Buch.
Als ich kurz aufschaue, Christina durch die Glasscheibe freundlich zunicke, um mich für den Hinweis zu bedanken, denke ich, dass das Buch eins von den Dingen sein könnte, mit denen ich dem einen oder anderen Kollegen oder Kollegin aus der Printauswertung eine kleine Freude machen könnte. Vielleicht sollte ich gleich 10 Exemplare bestellen. Die Kritik von Ludger Fittkau im Deutschlandfunk klingt schließlich nicht schlecht: „Sein Buch ist eine glänzend geschriebene „kleine“ Geschichte der Zeitung mit anregenden Ausblicken auf die digitalen Massenmedien der Gegenwart und der Zukunft. Auch die medientheoretischen Überlegungen bleiben jederzeit nachvollziehbar. Michael Fleischacker stimmt eine Art fröhlichen Abgesang auf die gedruckte Zeitung an, ohne ihre Bedeutung vor allem für die moderne Demokratiegeschichte geringzuschätzen. Als Einführungsbuch zur Geschichte des Zeitungswesens unbedingt empfehlenswert.“

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