Reichweitenanalyse


Das „Gesetz des inversen Abstandsquadrates“ spielt bei der Reichweitenanalyse, die ein Medienbeobachter wie wir einer sind, nur dann eine Rolle, wenn man die Möglichkeit extraterrestischen TV- und Hörfunkempfangs untersuchen möchte und wissen will wer, wann und wo Sendungen terrestrischen Ursprungs empfängt. Bei dieser Art der Reichweitenanalyse spielt der Umstand eine grundlegende Rolle, dass entsprechende Signale nicht gezielt von einem Punkt zu einem anderen linear übertragen werden, sondern sich, wie es bei traditionellen TV- und Radiosendern üblich ist, nach allen Seiten also kugelförmig ausbreiten. „Reichweitenanalyse“ weiterlesen

Was ist eigentlich: Influencer Marketing


Beim Influencer-Marketing nutzen Unternehmen die Reputation von reichweitenstarken Meinungsmachern, um Kommunikations- und Markenziele zu erreichen. In der Regel zielt Influencer-Marketing auf Abverkauf, Bekanntheit oder eine Verbesserung des Images einer Marke ab. Influencer machen eine Marke oder ein Produkt zum Gesprächsgegenstand, empfehlen dies ihrer Zielgruppe weiter und kreieren passende Inhalte zu den präsentierten Marken. (siehe auch wikipedia). In einem Artikel der Internet World Business heißt es Mitte 2015, dass von den 15,9 Millionen Online-Nutzern in den „Sozialen Medien“, die regelmäßig Produkte bewerten, 30 Prozent Influencer seien und somit „einen Einfluss auf andere Nutzer ausüben“. Dabei seien drei Typen von Influencern zu unterscheiden: Brand-Lovers (27%), die gerne anderen Nutzern helfen und ihr Unternehmen unterstützen; Brand-Critics (24%), die durch ihre Äußerungen bestimmte Reaktionen erzeugen. Als Mavens (23%) wird die Gruppe mit dem vermeintlich größten Einfluss bezeichnet, da ihre Kritik verknüpft ist mit einer positiven Grundeinstellung zu ihrer Marke. (siehe auch Alain Veuve)

Wilder Schwarzfahrer

Am ersten Märzwochenende wird eine Frau abends gegen halb acht in einem Polizeirevier in einer Kleinstadt in Baden-Württemberg vorstellig, um einen Wildunfall zu melden. Als die Polizisten das Auto der Dame untersuchen, finden sie zwischen Stoßstange und Frontgitter einen Hasen, der sie mit großen Augen etwas verängstigt, aber quicklebendig ansieht. Also kein Wildunfall seitens der Frau, sondern Schwarzfahren seitens des Hasen (der anschließend zum Unfallort zurückgebracht wurde, um ihn ohne Auflage frei zu lassen).

Gegen die Schreibrichtung

Die deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage tun sich etwas schwer mit einer moderneren Sichtweise von Medienbeobachtung. Das Schlagwort des „papierlosen Büros“ ist ja nun schon etwas älter, aber Belegexemplare aus Zeitungen und Zeitschriften müssen, soweit keine entsprechenden Lizenzen vorliegen, vom Medienbeobachter immer noch per Post zugestellt werden – anders zum Beispiel als in Österreich, der Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Italien, …. . 
Kurioserweise ist es dabei oft so, dass die Einrichtungen, die uns mit einer Medienbeobachtung beauftragen, auch die Stellen sind, die, im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit, bei der Entstehung entsprechenden Texte mitgearbeitet oder diese sogar vollständig geschrieben haben. Dass es für uns als Medienbeobachtungsdienst Arbeit macht, entsprechende Texte in Print- und Onlinepublikationen ausfindig zu machen, ist dem Kunden gut zu vermitteln, dass er aber für die Ergebnisse seiner Zusammenarbeit mit Zeitungs- oder Zeitschriften-Redaktionen noch besondere Abgaben – Lizenzen – zahlen soll, nur weil er seinen Veröffentlichungsbeleg per E-Mail zugesendet haben möchte, geht ihm verständlicherweise mitunter etwas „gegen die Schreibrichtung“ – soll heißen gegen den Strich.

Werbung weg


Als Zahl des Tages meldet WPP, dass im vergangenen Jahr Internet-Werbeanzeigen im Wert von mehr als 12.000.000.000 Dollar (12 Mrd.) nicht angezeigt wurden und irgendwie verloren gegangen sind. Das seien fast 20% des gesamten Werbeetats 2016, dessen Gesamtvolumen 66.000.000.000 Dollar betrug. In diesem Jahr (2017) werden alleine Facebook und Google 100.000.000.000 Dollar durch Werbung einnehmen.

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Tierisch gut

Thomas Urban ist Redakteur der Süddeutschen Zeitung in Madrid. Er hat verschiedene deutsche Tageszeitungen abonniert, die der Postbote, weil sie nicht in den Briefkasten passen, gerne auf die Treppe legt. Thomas Urban hat eine nette ältere Dame als Nachbarin. Sie hat einen Dackel, der auch schon älter ist. Einmal fragt die Dame Herrn Urban, ob das seine Zeitungen seien, die da immer auf der Treppe liegen. Ja, sagt der freundliche Mann aus Deutschland, das sind meine. Stören sie Sie? „Tierisch gut“ weiterlesen

Wo Nachrichten

Heute ist eine Zeitung ein Druckerzeugnis, mit dem sich nicht nur Ausschnittdienste wie wir befassen. Im Gegensatz zur Zeitschrift ist die Zeitung eher der Aktualität verpflichtet. Das, was man heute unter dem Wort „Zeitung“ versteht, hat sich aber erst im Laufe des 18. Jahrhunderts herausgebildet. Ursprünglich meinte das Wort, mit dem wir heute ein bestimmtes Presseorgan bezeichnen, eine beliebigte Nachricht. Seit der Zeit um 1300 ist zīdunge „Botschaft, Nachricht“ belegt, das auf mittelniederdeutsch/mittelniederländisch tīdinge „Nachricht“ zurückgeht im Sinne von „wo nach richten“. Ein Druck von Nachrichten erscheint, so das „Etymologische Wörterbuch der deutschen Sprache“, erstmals 1502 mit dem Titel „Newe zeytung“ in Augsburg; Zeitungen im heutigen Sinne gibt es seit dem 17. Jahrhundert.
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