Werkzeuge: Guillotine

Wozu benötigt man bei der Medienbeobachtung eine Guillotine? Wenn man weiß, dass bei der Arbeit im Lektorat sehr viel Papier verarbeitet wird, ist die Antwort so überraschend nicht. Denn die Guillotine ist bei uns eine Papierschneidemaschine, mit der wir Zeitungen und Zeitschriften so auseinander schneiden, dass jedes Blatt mit seiner Vorder- und Rückseite einzeln bearbeitet werden kann. Denn im Lektorat wird eine Seite nach der Lektüre nicht nach links geblättert, sondern hochgehoben, umgedreht und zur Lektüre der nächsten Seite auf den (Blatt-)Stapel abgelegt, wo die Seite auch vorher lag. Das spart Platz und hält die Entfernung zwischen dem lesenden Auge und dem zu lesenden Text konstant.

Zwerg Google

Bei der Medienbeobachtung des Internets – kurz Internetbeobachtung – geht es vor allem um solche Quellen, die mehr oder weniger regelmäßig aktualisiert werden: Nachrichten- und Presseportale, Blogs, Twitter, etc. Eingesetzt dabei wird ein so genannter Spider. Er grast in atemberaubender Geschwindigkeit mehrere Tausend Internetquellen ab und hält die Ergebnisse in einer umfassenden Datenbank fest, deren Inhalt wiederum Grundlage für die Versendung der Ergebnisse an unsere Kunden ist. „Zwerg Google“ weiterlesen

Medienbeobachtung mit Katze und Sack

Es kommt häufig vor, dass eine Anruferin oder ein Anrufer uns nach dem Preis einer Medienbeobachtung fragt. In der Kundenberatung werden dann die Kosten genannt, die anfallen, um den Prozess anzustoßen, der nötig ist, um Ergebnisse und Textbelege zu finden. Hierunter verstehen wir den Grundpreis und den Preis für die Suchvorgaben. Keine Angaben kann die Kundenberatung über den Umfang oder die Zahl der Ergebnisse machen, die den Preis für eine Medienbeobachtung mit ausmachen. Dieser hängt nämlich vor allem davon ab, wie gut und umfangreich die Pressearbeit des Kunden ist. „Medienbeobachtung mit Katze und Sack“ weiterlesen

Markt für Kommunikationsberatung und -umsetzung

Trotz der hohen Meinung, die die Kommunikatoren in Unternehmen und Agenturen von den digitalen Medien haben, sieht es so aus, als hinke der Kommunikationsmarkt der allgemeinen Digitalisierung ein wenig hinterher.
Während wir in der Medienbeobachtung uns ein Bein ausreißen und im Sinne der Optimierung der betrieblichen Abläufe alles tun, um dem „Stand der Technik“ immer ein wenig voraus zu sein, stellt die DPRG fest, dass die Strukturen des Kommunikationsmarktes wenig industrialisert seien. Wörtlich heißt es  im DPRG-Trendbarometer 2017 u.a. : „Bei der Vergabe und Akquisition von Geschäften dominieren tradierte Muster wie persönliche Netzwerke und Empfehlungen; bei der Abrechnung spielen erfolgsbasierte Modelle kaum eine Rolle“.

Presseverteiler und Werbemails

Wie verhält man sich als Dienstleister im Bereich Medienbeobachtung, wenn man von einem Kunden mit Werbemails „beglückt“ wird? So ganz anders wie in anderen Branchen ist das wohl nicht. Außer, dass man in der Medienbeobachtung mitunter in Presseverteiler gerät, deren Texte während eines laufenden Auftrags nicht unwillkommen sind, die aber danach dazu neigen, lästig zu sein. „Presseverteiler und Werbemails“ weiterlesen

Oberstorch

An anderer Stelle habe ich aus der medienbeobachtenden Praxis plaudernd, bereits über die seltsamen Rubriken geschrieben, in denen mitunter Geburtsanzeigen in Tageszeitungen auftauchen. Den Vogel abgeschossen hatte dabei die im nordrheinwestfälischen Münsterland erscheinende „Ibbenbürener Volkszeitung„, die die entsprechenden Familienanzeigen mitunter in der Rubrik „An- und Verkauf“ veröffentlicht. Grad eben „flattern“ mir einige vom Standesamt veröffentlichte Geburtsanzeigen auf den Tisch, die die im niedersächsischen Aurich erscheinenden „Ostfriesischen Nachrichten“ in der Rubrik „Serie“ publiziert hat. Die (imaginäre) Reaktion: man kann als zuständiger Oberstorch, will sagen „Chef vom Dienst“, wirklich nicht überall sein.

IVW, AGMA, AWA

Standardmäßig werden bei der Medienbeobachtung mit den Ergebnisse bestimmte Mediadaten mitgeliefert. Dazu gehören neben vielen anderen Angaben die Auflagen- und manchmal auch die Reichweitenzahlen. Dabei kommen die offiziellen Zahlen für die Bewertung eines Veröffentlichungsbelegs von der IVW, der AGMA und der AWA; die Abürzungen stehen für „Informationsgesellschaft für Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern“, für „Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse“ und für „Allensbach Werbeträger Analyse“. „IVW, AGMA, AWA“ weiterlesen

Was ist eigentlich…Kaskaden-Kommunikation

In der Medienbeobachtung gehören wir zu einer Seite einer Medaille, deren andere Seite, so scheint es zumindest, oft deutlich komplexer und schwieriger zu meistern ist. Einige Begriffe deuten an, das die Kollegen es wahrlich nicht immer leicht haben. Da ist zum Beispiel der Begriff der Kaskaden-Kommunikation. Hiermit werden (unternehmensinterne) Mitteilungen bezeichnet, die von einer höheren Hierarchieebene auf den Weg gebracht werden und für Rezipienten tieferer Ebenen bestimmt sind: Veränderungen im Vorstand, Regelung der Betriebsferien, Hausordnungen, Beschlüsse von Betriebsversammlungen,… . Kaskade ist ein Begriff italienischen oder französichen Ursprungs und steht für „Wasserfall“. Dem Bild eines Wasserfalls folgend ist Kaskaden-Kommunikation ein streng vertikales Kommunikationssystem, das für Feedback nur sehr begrenzt geeignet ist. „Was ist eigentlich…Kaskaden-Kommunikation“ weiterlesen

Störerhaftung

Eine Angelegenheit, die mit der eigentlichen Medienbeobachtung weniger zu tun hat, ist die so genannte Störerhaftung. Brigitte Zypries, die Bundeswirtschaftsministerin der großen Koalition, ist, so die Nachrichtenagentur dts, auf die Fraktionsspitzen von Union und SPD zugegangen und hat nach etwa einem Jahr eine Einigung beim Thema Störerhaftung erzielt. Bisher mussten z.B. Hotels die persönlichen Daten der Nutzer und Nutzerinnen ihres kabellosen Internets abfragen und den Zugang per Passwort schützen, wollten sie der Haftung entgehen, die aus einem ungesetzlichen Gebrauch durch die Nutzerinnen und Nutzer folgte. Die Passwortabfrage wird im neuen Gesetz weiterhin möglich, sie ist aber nicht mehr zwangsläufig vorgeschrieben. „Mit der Abschaffung der Störerhaftung müssen WLAN-Betreiber nun nicht mehr befürchten, für die Vergehen von Nutzern und Nutzerinnen ihres Internetzugangs haftbar gemacht zu werden.“ Das Gesetz, das heute (30.06.2017) verabschiedet wurde, will dazu beitragen, dass Deutschland im internationalen Vergleich nicht mehr so weit hinten steht.