Medienbeobachtung: Fundstücke

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Bei der Auswertung in- und ausländischer Publikationen, also bei der täglichen Arbeit der mit der Medienbeobachtung betrauten Personen, fallen immer mal auch wieder seltsame Ereignisse auf, die erzählenswert sind. In einer Nachricht über einen Diebstahl in Italien heißt es, dass ein großer deutscher Tanklastzug an die Adria gefahren sei, dort einen Schlauch ins Wasser gehalten und mit Hilfe der eingebauten Pumpstation den Tank mit 24.000 Litern Meerwasser gefüllt habe. Das Wasser war von einer Zoohandlung in Süddeutschland bestellt worden. Doch es kam dort nie an, denn Anwohner hatten die Carabinieri auf den seltsamen Vorgang hingewiesen. Zuerst war nicht klar, ob sich der Lastwagenfahrer strafbar gemacht hatte, doch dann stellte sich heraus, dass es in Italien strafbar ist, ohne entsprechende Erlaubnis an der Küste Sand, Algen oder Wasser zu entnehmen. Ein Verbot, bedenkt man es richtig, wiederum so abwegig nicht ist.

Medienbeobachtung mit “Vorschau”

Bei der Beauftragung einer Medienbeobachtung mit wöchentlicher Lieferung, kann aus einer Woche schon mal ein “gefühlter” Monat werden. Mit dem werktäglich aktualisierten Onlineportal wird diese Ungeduld verkürzt. Hier kann der Kunde zeitnah zwischen den postalischen Papier-Lieferungen verfolgen, welche Ergebnisse das Lektorat für ihn zusammengetragen hat. Einschließlich einer Vorschau, in der das Umfeld der Nennung gut lesbar, der Rest aber (bei fehlender Lizenzierung) verpixelt wiedergegeben wird.

Trinkwasser: vom Lauf einer Pressemitteilung

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Eine Pressemitteilung kann unabhängig von den in ihr enthaltenen Daten in den Medien die Runde machen und sehr hohe Reichweiten erzielen. Voraussetzung dafür scheint zu sein, dass sie nachts von einem nicht ganz unbekannten Medium – am besten im Printbereich – aufgegriffen, veröffentlicht und damit verbreitet wird. Wenn der Inhalt der Meldung jetzt von allgemeinerem Interesse ist, dann ist die späte Stunde recht gut dazu geeignet, dass die entsprechende Meldung ungeprüft in den nächsten Stunden von einer und dann auch von anderen Presseagenturen aufgenommen und multipliziert wird. “Trinkwasser: vom Lauf einer Pressemitteilung” weiterlesen

Umleitung

Es gibt ein paar Zeiten im Verlauf eines Jahres, in denen ein Dienstleister im Bereich Medienbeobachtung etwas mehr Aufmerksamkeit benötigt. Das ist zum Beispiel die Weihnachtszeit. Dem verständlichen Wunsch der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nach Urlaub muss ebenso Rechnung getragen werden wie dem besonderen Wunsch der Kundinnen und Kunden in einem anderen Rhythmus beliefert zu werden als sonst. Dass viele Publikationen zur Weihnachtszeit andere weil vorproduzierte Inhalte zum Besten geben und es in der Regel deutlich weniger Ergebnisse zu finden gibt, ist eine weitere, nicht zu unterschätzende Charakteristik der Zeit zwischen den Jahren.

Medienbeobachtung und B2B-Unternehmen

Medienbeobachtung und Social Media bei B2B-Unternehmen

Social Media ist nicht nur in der Medienbeobachtung eine relativ neue Angelegenheit. Die eigentlichen Nutzer dieser Technik sind Endnutzer oder B2C-Unternehmen. Hier geht es einerseits darum, Präsenz zu zeigen, und andererseits darum, in Märkte “hinein zu hören”, um frühzeitiger Trends und Tendenzen zu identifizieren. Damit sind selbstverständlich auch die Ansprüche an die Medienbeobachtung modernisiert worden. Die Auswertung von Zeitungen und Zeitschriften reicht schon lange nicht mehr, um einer zeitgemäßen unternehmerischen Außendarstellung gerecht zu werden. Kurios finde ich persönlich allerdings, dass auch fast alle B2B-Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten in den sozialen Netzwerken unterwegs sind und die kontinuierliche Bespielung dieser Kanäle wichtig oder sehr wichtig finden. Knapp 40% der B2B-Unternehmen geben an einen Aufwand zu treiben, der dem einer Halbtagskraft entspricht. Interessanter Content gilt dabei als Erfolgsfaktor. Linkedin und Twitter seien zwei Plattformen, die an Bedeutung gewännen, während bei facebook eine gegenteilige Bewegung auszumachen sei.

“Öffentlichkeitsarbeitsbeobachtung”

Medienbeobachtung ist ein Wort, das irgendwie nicht alle Facetten unserer Tätigkeit beschreibt. Tatsächlich ist es so, dass wir ja nicht Medien als solche beobachten, Tageszeitungen, Zeitschriften, Nachrichtenportale, Microblogs und audio-visuellen Medien. Wir beobachten letztlich nur das, was dort geschrieben, abgebildet, aufgenommen und ausgestrahlt wird, also die durch die Medien verbreiteten Inhalte. Und ein nicht unbedingt sehr kleiner Teil dieser Inhalte ist Öffentlichkeitsarbeit. Man könnte also auch sagen, dass wir als Medienbeobachter Spezialisten für Öffentlichkeitsarbeit sind, zumindest für die Öffentlichkeitsarbeit, die als Text oder Bild in Tageszeitungen, Zeitschriften, Nachrichtenportalen, Microblogs und audio-visuellen Medien erscheint. Medienbeobachtung müsste also richtiger “Öffentlichkeitsarbeitsbeobachtung” heißen? Auf keinen Fall! Medienbeobachtung hört sich da doch deutlich besser an.

Wie wichtig ist Social Media wirklich?

ein Bild der Frankfurter Börse

Wie wichtig ist Social Media tatsächlich für Unternehmen? Das ist eine Frage, die nicht nur wir uns bei der Medienbeobachtung stellen müssen. Aber wir haben schon seit einiger Zeit eine klare Antwort: die Beobachtung der entsprechenden Kanäle wird nachgefragt, also sind sie wichtig genug, um im Rahmen unserer Arbeit als Medienbeobachter ausgewertet zu werden. Wie wichtig Twitter, Facebook, Instagram und so weiter aber im Allgemeinen sind, kann man so wohl nicht beantworten. Jeder Nutzer und jede Nutzerin, jedes Unternehmen und jede PR-Abteilung muss das für sich entscheiden. Als Medienbeobachter halten wir jedenfalls die Augen auch offen, um Neuigkeiten zu erfahren, die diesen Bereich des Internets betreffen und etwas über die tatsächliche Wichtigkeit von Twitter, Facebook, Instagram und so weiter aussagen.
Dass man bei dem Einsatz von Social Media in Unternehmen einige Regeln beachten sollte, bedarf keiner besonderen Erklärung und wird hier demnächst als eigenständiger Blog-Beitrag erörtert werden.
Wer aber bloggt, twittert, liked und instagramt, wenn wir über die Unternehmen sprechen, die im DAX gelistet sind? Die Führungsetagen deutscher Großkonzerne sind in Bezug auf die “sozialen Netzwerke” auf jeden Fall eher zurückhaltend. Vertreten in den “sozialen Netzwerken” mit einem eigenen Account sind die wenigsten, und unternehmensrelevante Mitteilungen erscheinen nach wie vor zuerst in den klassischen Medien – Tageszeitungen, Zeitschriften, Magazinen – und finden erst anschließend Niederschlag in den “sozialen Netzwerken”. Unabhängig davon, ob es sich dabei um Stellungnahmen der Deutschen Bahn zu Stuttgart 21, Personalentscheidungen bei Continental, “Liebeserklärungen” von Bayer an Glyphosat oder Warnungen vor Arbeitsplatzverlusten bei VW handelt.
Selbst Unternehmensbosse wie Kasper Rorstedt, der mit 55 Jahren immer noch zu den jüngeren CEOs gezählt wird und mit Adidas einem Unternehmen vorsteht, das mit seinem Engagement in den Bereichen Sport, Fußball und Lifestyle prädestiniert für Social Media ist, hat weder ein eigenes Twitter- noch ein persönliches Facebook-Konto.
Werner Baumann, im gleichen Alter wie Rorstedt, ist CEO von Bayer. Seine Beziehung zu Twitter und Co. ist ebenfalls rein passiver Art. Eigene Accounts unterhält auch er nicht. Schlecht beraten ist er mit dieser Einstellung aber notwendigerweise nicht, denn persönliche Äußerungen im Zusammenhang mit etwas aufgeheizteren Situationen – Übernahmen von Monsanto, Gerichturteile zu Glyphosat – generieren leicht Dynamiken, die alles andere als unternehmensfreundlich sind.
Timotheus Höttges, Chef der Deutschen Telekom, auch 55 Jahre alt, beschränkt seine Texte auf Linkedin. Im Gegensatz zu anderen Plattformen sei hier der Ton zurückhaltender, weil das Klarnamen-Prinzip gelte und anonyme Texte so gut wie nicht vorkämen. Weit weniger ängstlich scheint Höttges Kollege des us-amerikanischen Ablegers der Deutschen Telekom zu sein. John Legere (60), CEO von T-Mobile US, mischt bei seinen Internetaktivitäten private und geschäftliche Äußerungen als wäre es das Normalste auf der Welt.
Oliver Bäte (50), Chef des Versicherungskonzerns Allianz, ist wiederum etwas zurückhaltender, nutzt aber Instagram und Linkedin. Sein Ziel sei es in einen Dialog einzutreten über das, was ihn bewegt, seine Sicht der Welt mitzuteilen und Einblicke in sein Arbeitsumfeld und seinen Berufsalltag zu gewähren.
Bei der Lufthansa heißt es zum nicht vorhandenen Engagement des CEO in den “sozialen Netzwerken”, dass Carsten Spohr (50) sowieso in der Öffentlichkeit sehr präsent sei und, so die Pressesprecherin des Unternehmens, es bei Lufthansa genügend andere Social Media-Kanäle auch im Bereich des Customer Supports gebe.
(Foto: Von DesertEagle – mein Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12057467)

Beobachtung durch Medien

Medienbeobachtung hin, Medienbeobachtung her. Man könnte meinen, dass sofort klar ist, was gemeint ist. Nun ereignet sich aber im nordamerikanischen Arizona folgender Fall: ein Mann steht vor Gericht und wird wegen Doppelmord angeklagt. Die Ermittler gehen davon aus, dass einer der beiden Morde in einem Zimmer verübt wurde, in dem sich ein smarter Lautsprecher befand. Die Ermittlungsbehörden sind nun an den Hersteller und Betreiber dieses Gerätes herangetreten, um die von dem Gerät gemachten Aufzeichnungen zu bekommen. Der Gerätehersteller – in diesem Fall Amazon – weigert sich entsprechende Daten herauszugeben und begründet das damit, dass der Echo-Lautsprecher nichts aufzeichnet, wenn er nicht vorher ein Sprachmuster hört, dass dem Signalwort “Alexa” entspricht.
Smarte Lautsprecher sind also “Mittler” oder “Medien”, die ihre Umgebung “beobachten”. Während diese nur auf ein Signalwort reagieren (,Alexa”, “Siri” oder “Cortana” …), müssen unsere Lektoren und Lektorinnen auf mehrere tausend “Signalwörtern” reagieren – allerdings immer auf eine sehr ähnliche Weise.
Ob Amazon, wie bereits im März 2017 in einem anderen Fall, schließlich die von Alexa gemachten auditiven “Medienbeobachtungen” an die Ermittlungsbehörden weitergibt, ist noch unklar. Ganz anders als in unserem Fall. Unsere Kunden bekommen immer alle Daten der Medienbeobachtung und müssen auch überhaupt nicht lange darauf warten.

Immer wieder

Medienbeobachtung ist nicht nur eine intellektuelle Herausforderung an die Frauen und Männer im Lekorat. Das Lektorat ist zwar die Herzkammer oder, besser gesagt, das Gehirn einer entsprechenden Dienstleistung. Ohne die anderen Bereich würde dieses Gehirn aber so viel taugen wie ein vom Rumpf getrennter Kopf – was eine schreckliche Vorstellung ist. Medienbeobachtung kann vollständig nur funktionieren mit vielen anderen geschäftlichen Bereichen und vielen anderen engagierten Personen.