Abstand im Schnitt

Schnittlineal
Zeitschrift mit Schnittlineal

Der Umgang mit Zeitungen und Zeitschriften ist bei der Medienbeobachtung nicht ganz ungefährlich. Dabei ist es ausnahmsweise nicht das Lektorat, das im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht. Es ist die sich daran anschließende Abteilung. Wir nennen sie “Schnitt”. Hier werden die im Lektorat gefundenen und markierten Presseartikel aus Zeitungen und Zeitschriften ausgeschnitten. Dabei kommen nicht Scheren, sondern große Schneidelineale zum Einsatz.

„Abstand im Schnitt“ weiterlesen

Mediendatenblatt

Es gibt in der Medienbeobachtung schon das eine oder andere Wort, das man erklären muss. Ein Mediendatenblatt ist eines dieser Worte. Was ein Mediendatenblatt aber ist, ist relativ leicht zu erklären und relativ einfach zu verstehen. Wenn wir einen Zeitungs- oder Zeitschriftenartikel finden, in dem Ihre Firma genannt wird, dann schneiden wir diesen Artikel nicht nur aus und legen ihn einfach beiseite, nein, wir kleben ihn auf ein Mediendatenblatt. Hier werden alle die Daten aufgeführt, die sich auf das Medium, aus dem der Ausschnitt stammt beziehen, und die mediale Herkunft des ausgeschnittenen Artikels beschreiben: Quelle, Erscheinungsdatum, Ressort, Seite, Positionierung auf der Seite. Darüber hinaus enthält das Mediendatenblatt noch weitere ergänzende Angaben wie Erscheinungsweise, Erscheinungsgebiet und Auflagenzahlen.

150 Aktenordner

johnson-jahrestage-1

Der Schriftsteller Uwe Johnson war sein eigener Ausschnittdienst. Er sammelte zwischen 1947 und 1983 Ausschnitte aus der New York Times, die sage und schreibe 150 Aktenordner füllten: das materielle Unterfutter für jedes der 365 Kapitel seines Romans “Jahrestage”, den Wikipedia folgendermaßen zusammenfasst: “Die Romanfolge, vor allem in Mecklenburg und New York spielend, ist tief geprägt vom Problem der deutschen Teilung. Der zeitliche Bogen des 1891 Seiten umfassenden Romans spannt sich vom Ende der Weimarer Republik (der Machtergreifung Hitlers) über die Anfänge der DDR bis zur Niederschlagung des Prager Frühlings im August 1968.”