Medienbeobachtung: Bitte?

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Medienbeobachtung ist, wie schon an anderer Stelle erwähnt, ein hartes Brot. Und ein schnelles noch dazu. Vor allem, wenn es um die Auswertung von Social Media-Quellen geht. Vor nicht allzu langer Zeit hat Twitter die Kürze seiner Meldungen etwas verlängert. Der Platz wurde verdoppelt und aus den 140 Zeichen wurden 280. Dadurch wurden viele Abkürzungen, die einen twitter-eigenen Code darstellten, zwar nicht überflüssig, aber weniger notwendig: statt “idc” konnte man nun “i don’t care” schreiben, statt “lmk” war Platz genug für “let me know”. Aus “gr8” wurde wieder “great”, aus “b4” “before” und aus “srsly” “seriously”. Was aber angesichts der immer wieder aufploppenden Diskussion über Verrohung der Umgangsformen und Hasskommentare erstaunen mag, ist der Umstand, dass Twitter nun wieder Platz für freundliche Äußerungen hat. So sei, Unternehmensangaben zufolge, bei der Verwendung des Wortes “Bitte” ein 54-prozentiger Anstieg zu verzeichnen.

Medienbeobachtung international

Medienbeobachtung

Die Frage nach der Auswertung ausländischer Medienkreise stellt sich für einen Medienbeobachter ganz natürlich. Märkte internationalisieren sich oder waren schon immer international. Warum sollte zum Beispiel deutschsprachige Pressearbeit auf Deutschland beschränkt sein und nicht die ganze DACH-Region in den Blick nehmen? Die Beobachtung ausländischer Medienkreise beginnt auf diese Weise mit der Erfassung auch der Medien in Österreich und der Schweiz und beinhaltet die Möglichkeit einer Medienbeobachtung, die theoretisch den ganzen Globus umspannen kann. Die Auswertung der internationalen Presse nutzt dabei ein weltumspannendes Korrespondentennetz von Medienbeobachtungsdienstleistern, die sich länderübergreifend gegenseitig unterstützen.

Medienbeobachtung und Twitter

Manchmal kommt es vor, dass die Kundenberatung mit Fragen konfrontiert wird, die nicht so ganz einfach zu beantworten sind. “Denken Sie, dass es sinnvoll ist, auch Twitter von Ihnen beobachten zu lassen”, ist eine solche Frage. Darauf zu antworten, ohne mehr über die dazu gehörende Kommunikationsstrategie zu wissen, wäre schon sehr gewagt. Also geben wir die Beantwortung der Frage insofern zurück, als dass wir zurückfragen, wie sinnvoll denn der Kunde selbst Inhalte findet, die über Social Media-Kanäle wie zum Beispiel Twitter verbreitet werden. Fiele die Antwort positiv aus, würde die Kundenberatung die Beobachtung der maximal 280 Zeichen umfassenden “Tweets” nahelegen, fiele die Antwort negativ aus, würde man von einer entsprechenden Beobachtung eher abraten. Auf jeden Fall ist es aber so, dass Entscheidungen, die der Kunde bei einem Beratungsgespräch trifft, nicht in Stein gemeißelt sind und für die nächsten 100 Jahre gelten. Der Kunde kann also die Medienbeobachtung von Twitter beauftragen und, sollten ihm die Ergebnisse nicht gefallen, innerhalb eines Zeitraums von ca. 24 Stunden wieder beenden. Ganz einfach.

Medienbeobachtung: Fundstücke

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Bei der Auswertung in- und ausländischer Publikationen, also bei der täglichen Arbeit der mit der Medienbeobachtung betrauten Personen, fallen immer mal auch wieder seltsame Ereignisse auf, die erzählenswert sind. In einer Nachricht über einen Diebstahl in Italien heißt es, dass ein großer deutscher Tanklastzug an die Adria gefahren sei, dort einen Schlauch ins Wasser gehalten und mit Hilfe der eingebauten Pumpstation den Tank mit 24.000 Litern Meerwasser gefüllt habe. Das Wasser war von einer Zoohandlung in Süddeutschland bestellt worden. Doch es kam dort nie an, denn Anwohner hatten die Carabinieri auf den seltsamen Vorgang hingewiesen. Zuerst war nicht klar, ob sich der Lastwagenfahrer strafbar gemacht hatte, doch dann stellte sich heraus, dass es in Italien strafbar ist, ohne entsprechende Erlaubnis an der Küste Sand, Algen oder Wasser zu entnehmen. Ein Verbot, bedenkt man es richtig, wiederum so abwegig nicht ist.

Medienbeobachtung mit “Vorschau”

Bei der Beauftragung einer Medienbeobachtung mit wöchentlicher Lieferung, kann aus einer Woche schon mal ein “gefühlter” Monat werden. Mit dem werktäglich aktualisierten Onlineportal wird diese Ungeduld verkürzt. Hier kann der Kunde zeitnah zwischen den postalischen Papier-Lieferungen verfolgen, welche Ergebnisse das Lektorat für ihn zusammengetragen hat. Einschließlich einer Vorschau, in der das Umfeld der Nennung gut lesbar, der Rest aber (bei fehlender Lizenzierung) verpixelt wiedergegeben wird.

Trinkwasser: vom Lauf einer Pressemitteilung

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Eine Pressemitteilung kann unabhängig von den in ihr enthaltenen Daten in den Medien die Runde machen und sehr hohe Reichweiten erzielen. Voraussetzung dafür scheint zu sein, dass sie nachts von einem nicht ganz unbekannten Medium – am besten im Printbereich – aufgegriffen, veröffentlicht und damit verbreitet wird. Wenn der Inhalt der Meldung jetzt von allgemeinerem Interesse ist, dann ist die späte Stunde recht gut dazu geeignet, dass die entsprechende Meldung ungeprüft in den nächsten Stunden von einer und dann auch von anderen Presseagenturen aufgenommen und multipliziert wird. “Trinkwasser: vom Lauf einer Pressemitteilung” weiterlesen

Umleitung

Es gibt ein paar Zeiten im Verlauf eines Jahres, in denen ein Dienstleister im Bereich Medienbeobachtung etwas mehr Aufmerksamkeit benötigt. Das ist zum Beispiel die Weihnachtszeit. Dem verständlichen Wunsch der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nach Urlaub muss ebenso Rechnung getragen werden wie dem besonderen Wunsch der Kundinnen und Kunden in einem anderen Rhythmus beliefert zu werden als sonst. Dass viele Publikationen zur Weihnachtszeit andere weil vorproduzierte Inhalte zum Besten geben und es in der Regel deutlich weniger Ergebnisse zu finden gibt, ist eine weitere, nicht zu unterschätzende Charakteristik der Zeit zwischen den Jahren.

Medienbeobachtung und B2B-Unternehmen

Medienbeobachtung und Social Media bei B2B-Unternehmen

Social Media ist nicht nur in der Medienbeobachtung eine relativ neue Angelegenheit. Die eigentlichen Nutzer dieser Technik sind Endnutzer oder B2C-Unternehmen. Hier geht es einerseits darum, Präsenz zu zeigen, und andererseits darum, in Märkte “hinein zu hören”, um frühzeitiger Trends und Tendenzen zu identifizieren. Damit sind selbstverständlich auch die Ansprüche an die Medienbeobachtung modernisiert worden. Die Auswertung von Zeitungen und Zeitschriften reicht schon lange nicht mehr, um einer zeitgemäßen unternehmerischen Außendarstellung gerecht zu werden. Kurios finde ich persönlich allerdings, dass auch fast alle B2B-Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten in den sozialen Netzwerken unterwegs sind und die kontinuierliche Bespielung dieser Kanäle wichtig oder sehr wichtig finden. Knapp 40% der B2B-Unternehmen geben an einen Aufwand zu treiben, der dem einer Halbtagskraft entspricht. Interessanter Content gilt dabei als Erfolgsfaktor. Linkedin und Twitter seien zwei Plattformen, die an Bedeutung gewännen, während bei facebook eine gegenteilige Bewegung auszumachen sei.

“Öffentlichkeitsarbeitsbeobachtung”

Medienbeobachtung ist ein Wort, das irgendwie nicht alle Facetten unserer Tätigkeit beschreibt. Tatsächlich ist es so, dass wir ja nicht Medien als solche beobachten, Tageszeitungen, Zeitschriften, Nachrichtenportale, Microblogs und audio-visuellen Medien. Wir beobachten letztlich nur das, was dort geschrieben, abgebildet, aufgenommen und ausgestrahlt wird, also die durch die Medien verbreiteten Inhalte. Und ein nicht unbedingt sehr kleiner Teil dieser Inhalte ist Öffentlichkeitsarbeit. Man könnte also auch sagen, dass wir als Medienbeobachter Spezialisten für Öffentlichkeitsarbeit sind, zumindest für die Öffentlichkeitsarbeit, die als Text oder Bild in Tageszeitungen, Zeitschriften, Nachrichtenportalen, Microblogs und audio-visuellen Medien erscheint. Medienbeobachtung müsste also richtiger “Öffentlichkeitsarbeitsbeobachtung” heißen? Auf keinen Fall! Medienbeobachtung hört sich da doch deutlich besser an.