Ausgleich

In den letzten Jahren ist viel in der Medienbeobachtung passiert. Die größte Veränderung, die das Lektorat in dieser Zeit erfahren hat, war wohl die Arbeit mit den Printmedien, die heute der Auswertung der Onlinemedien sehr ähnelt. Die analoge Arbeit mit den Papierausgaben von Zeitschriften und Zeitungen wurde durch Bildschirme erweitert. Das Ziel war und ist die Schaffung einer Symbiose, bei der Mensch und Maschine so zusammenarbeiten, dass beide Seiten sich so ergänzen, dass Stärken genutzt und Schwächen ausgeglichen werden. Weiß man einerseits, dass die Frauen und Männer, die im Lektorat arbeiten, mit mehreren Tausend Suchvorgaben umgehen müssen, kann man sich gut vorstellen, dass die Vorschläge, die eine Maschine mittels Optical Character Recognition dem Lektor und der Lektorin macht, herzlich willkommen sind. Ist einem andererseits bewusst, dass dieses Optical Character Recognition nach wie vor große Schwieirgkeiten z.B. mit „bebilderten Texten“ hat, dann identifiziert man entsprechende Bereiche in den Printmedien als besondere Herausforderung an den Menschen, der aufgefordert ist, an diesen Stellen die Schwächen der Maschine auszugleichen. So wäscht eine Hand die andere.

Werkzeuge: Guillotine


Wozu benötigt man bei der Medienbeobachtung eine Guillotine? Wenn man weiß, dass bei der Arbeit im Lektorat sehr viel Papier verarbeitet wird, ist die Antwort so überraschend nicht. Denn die Guillotine ist bei uns eine Papierschneidemaschine, mit der wir Zeitungen und Zeitschriften so auseinander schneiden, dass jedes Blatt mit seiner Vorder- und Rückseite einzeln bearbeitet werden kann. Denn im Lektorat wird eine Seite nach der Lektüre nicht nach links geblättert, sondern hochgehoben, umgedreht und zur Lektüre der nächsten Seite auf den (Blatt-)Stapel abgelegt, wo die Seite auch vorher lag. Das spart Platz und hält die Entfernung zwischen dem lesenden Auge und dem zu lesenden Text konstant.

Medienbeobachtung: Auswertungen im Onlineportal


Bei der Medienbeobachtung werden die Ergebnisse aus Zeitungen, Zeitschriften, Internet, TV, Radio und Nachrichtenagenturen nicht nur gesammelt, sondern auch statistisch aufgearbeitet. Wer würde nicht wissen wollen, wie sich die Pressearbeit entwickelt? Wieviele Ergebnisse hat die Pressekampagne im Herbst letzten Jahres im Vergleich mit der aktuellen Kampagne gehabt? Auf ganz Deutschland angewendet: wo habe ich die meisten Veröffentlichungen gehabt? Gibt es bestimmte Bundesländer, wo meine Pressearbeit unterrepräsentiert ist?
Zu all diesen Fragen bieten wir bereits auf der obersten Ebene des für jeden Kunden eingerichteten Onlineportals vier aussagekräftige Grafiken, die mit einem Klick auf den eigenen Computer geladen werden können.

Netzwerkdurchführungsgesetz

Laien können ab 01.01.2018 rechtswidrige Inhalte bei Facebook, Youtube und Twitter auf der Grundlage des NetzDG, Netzwerkdurchführungsgesetz, melden.  Ab diesem Datum müssen die Betreiber großer soziales Netzwerke in Deutschland Ansprechpartner für Behörden haben und Nutzern ein Verfahren an die Hand geben, das es ihnen ermöglich, Beschwerden über rechtswidrige Inhalte vorzubringen und zu erwarten, dass als dessen Konsequenz eindeutige rechtswidrige Inhalte innerhalb von 24 Stunden gelöscht werden. Obwohl Kritiker, so die Wochenzeitung „Die Zeit“, dem neuen Gesetz vorwerfen „unkonkret und schlecht gemacht zu sein“ (Die Zeit), drohen den Betreibern millionenhohe Geldbußen, wenn sie das Gesetz nicht umsetzen. „Netzwerkdurchführungsgesetz“ weiterlesen

So etwas wie ein Detektiv

Delmore Schwartz

James Atlas war nicht irgendjemand. Ein Freud sprach von ihm. Er sagte, Atlas sei so etwas wie ein Detektiv. Und seine Geschichte würde mich interessieren. Was bedeutet „so etwas wie ein Detektiv?“, wollte ich wissen. Ah, nichts, sagte Antonio, schaute auf seine Uhr, und ließ mich stehen. Er hatte so eine seltsame Art sich zu verabschieden, wenn man es überhaupt „verabschieden“ nennen kann.

Ich versuchte herauszubekommen, wer dieser James Atlas war und kam irgendwie nicht weiter. Immer wieder stolperte ich über einen zweiten Namen, der in Zusammenhang mit James Atlas auftauchte. Mr. Schwartz, Mr. Delmore Schwartz. Geboren 1913 in Brooklyn und auch dort verstorben. Mit 53 Jahren? In einem Hotel? An einem Herzschlag? Seltsam, dachte ich. Und natürlich dachte ich auch an Antonios Worte, dass Atlas so etwas wie ein Detektiv sei. „So etwas wie ein Detektiv…“, ich musste schmunzeln. Wenn er kein Detektiv war, musste Atlas ein Bulle sein. Mir war es egal. Aber warum sollte mich seine Geschichte interessieren? „So etwas wie ein Detektiv“ weiterlesen

Zwerg Google

Bei der Medienbeobachtung des Internets – kurz Internetbeobachtung – geht es vor allem um solche Quellen, die mehr oder weniger regelmäßig aktualisiert werden: Nachrichten- und Presseportale, Blogs, Twitter, etc. Eingesetzt dabei wird ein so genannter Spider. Er grast in atemberaubender Geschwindigkeit mehrere Tausend Internetquellen ab und hält die Ergebnisse in einer umfassenden Datenbank fest, deren Inhalt wiederum Grundlage für die Versendung der Ergebnisse an unsere Kunden ist. „Zwerg Google“ weiterlesen

Medienbeobachtung mit Katze und Sack

Es kommt häufig vor, dass eine Anruferin oder ein Anrufer uns nach dem Preis einer Medienbeobachtung fragt. In der Kundenberatung werden dann die Kosten genannt, die anfallen, um den Prozess anzustoßen, der nötig ist, um Ergebnisse und Textbelege zu finden. Hierunter verstehen wir den Grundpreis und den Preis für die Suchvorgaben. Keine Angaben kann die Kundenberatung über den Umfang oder die Zahl der Ergebnisse machen, die den Preis für eine Medienbeobachtung mit ausmachen. Dieser hängt nämlich vor allem davon ab, wie gut und umfangreich die Pressearbeit des Kunden ist. „Medienbeobachtung mit Katze und Sack“ weiterlesen

Markt für Kommunikationsberatung und -umsetzung

Trotz der hohen Meinung, die die Kommunikatoren in Unternehmen und Agenturen von den digitalen Medien haben, sieht es so aus, als hinke der Kommunikationsmarkt der allgemeinen Digitalisierung ein wenig hinterher.
Während wir in der Medienbeobachtung uns ein Bein ausreißen und im Sinne der Optimierung der betrieblichen Abläufe alles tun, um dem „Stand der Technik“ immer ein wenig voraus zu sein, stellt die DPRG fest, dass die Strukturen des Kommunikationsmarktes wenig industrialisert seien. Wörtlich heißt es  im DPRG-Trendbarometer 2017 u.a. : „Bei der Vergabe und Akquisition von Geschäften dominieren tradierte Muster wie persönliche Netzwerke und Empfehlungen; bei der Abrechnung spielen erfolgsbasierte Modelle kaum eine Rolle“.

Fußballkommunikation

Öffentlichkeitsarbeiter verdienen ihr Geld schon etwas länger nicht nur mit Unternehmen und deren Produkten. Politische Parteien und Politiker sind in diesem Bereich schon länger unterwegs. Und mittlerweile sind Profis der Fußball-Bundesliga ohne Kommunikationsfachleute gar nicht mehr vorstellbar. Während Weltfussballer wie Neymar, Messi und Ronaldo zur Pflege ihres Image ganze Firmen beschäftigen, geht es im Zusammenhang mit Tranfers, Beschäftigungen im Anschluss an die Karriere und Werbeverträgen bei hiesigen Kickern auch noch eine Nummer kleiner.
„Fußballkommunikation“ weiterlesen

Die Zeitung. Ein Nachruf?

Heute morgen, als ich mit etwas Kopfschmerzen in mein Büro komme, finde ich ein Kärtchen auf meinem Schreibtisch, das aussieht wie von „2001“, einem früher recht bekannten Versandhändler. Auf dem Kärtchen ein gelbes Post-it mit der Aufschrift „Interesse?“ und ein Pfeil, der auf einen Text zu einem Buch verweist, dessen Autor Michael Fleischhacker und dessen Titel lautet: „Die Zeitung. Ein Nachruf.“ Das Buch soll einmal fast 20 EUR gekostet haben und wird nun für nicht einmal mehr 2 EUR angeboten. Ich frage mich, ist das Buch ein Nachruf auf die Zeitung oder der Werbetext des Versandhändlers ein Nachruf auf das besagte Buch.
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