"Medienbeobachtungen"

  • Distribution, relationale Datenbanken und Log-Dateien

    Die Aktivitäten von mediatpress® kann man grob in zwei Prozesse einteilen, Produktion und Distribution. Beide Prozesse können Probleme machen, aber nur die wenigsten Probleme betreffen beide Prozesse. 

    In der letzten Kalenderwoche lief die Produktion normal, die Distribution aber nicht. Die Distribution ist eine riesige relationale Datenbank, die manchmal fliegt und manchmal hinkt. In der letzten Woche hinkte die Datenbank so sehr, dass sie am Ende der Woche stolperte und hinknallte, also ausfiel. 

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  • Die Qualität analogen Erlebens entscheidet über den Einfluss von Echokammern und Filterblasen auf das Individuum

    Merja Mahrt ist Kommunikationswissenschaftlerin. Sie hat sich das Internet einmal etwas genauer angeschaut, weil sie etwas mehr über Filterblasen und Echokammern des Internets herausfinden wollte. 

    Sie wollte wissen, ob man das Handeln eines Attentäter mit Hilfe von Filterblasen und Echokammern erklären kann. 

    In einem Interview, das sie vor einigen Jahren der Wochenzeitung „Die Zeit“ gegeben hat, sagt sie, nein, das kann man nicht. 

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  • Öffentlichkeitsarbeit im Umbruch?

    Vorstände und PR-Verantwortliche genießen in der Bevölkerung kein großes Vertrauen. Das hat eine Studie der Uni Leipzig zutage gefördert, die vor einiger Zeit in Brüssel vorgestellt wurde. Anders als in Italien und Großbritannien sind Journalisten in Deutschland von dieser Skepsis gegenüber eigennützig handelnden Kommunikatoren ausgenommen.

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  • „Mit Medien erreicht man Menschen“

    Zeitungen und Zeitschriften sind textbasierte Medien; Radio und Fernsehen sind audio-visuelle Medien.

    Mediennutzung hat deshalb nicht nur einen in einer Studie relativ einfach quantifizierbaren zeitlichen Rahmen. Der Aspekt der Aufmerksamkeit, der einerseits vom Medium und den hier dargebotenen Inhalten ausgeht und andererseits der Interessenlage der betroffenen Individuen abhängig ist, kann bei einer solchen Studie, wenn ich es richtig verstehe, nur mit sehr großem Aufwand berücksichtigt werden.

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  • KI und Datenjournalismus

    Als Datenjournalist weiß man mindestens zwei Dinge.

    Erstens, die Welt nach ChatGPT ist in den Redaktionen eine grundsätzlich andere, als die davor.

    Zweitens, OpenAI ist mit der Veröffentlichung von ChatGPT die wohl erfolgreichste Werbemaßnahme der letzten Jahre gelungen. 

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  • ChatGPT-Co-Pilot

    Marketing, zu dem ich jetzt auch mal die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zähle, ist eine Angelegenheit, die ohne Kreativität schlechter funktioniert. Sie funktioniert aber auch schlechter, wenn man ignoriert, dass es hier systematische Abläufe gibt. Beide Eigenarten des Marketing bedingen sich zeitlich, räumlich und intellektuell einander. 

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  • Was ist eigentlich das Hero-Hub-Help-Modell

    Das 3-H-Modell geht auf Googles Creator Playbook for Brands zurück, wenn es stimmt, was Christa Schwandtner in ihrem Blog (https://www.punkt-komma.at/de/News/Hero-Hub-Help-Modell_bba_1133) schreibt. Es habe dort die Funktion gehabt, Youtubern bei der Planung ihres Contents zu helfen, sich dann aber verselbständigt, um allgemein bei der Strukturierung von Content zu helfen.

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  • Unterschied zwischen quantitativer und qualitativer Anzeigenwertberechnung

    Die Bewertung des Anzeigenwerts spielt eine zentrale Rolle in der Medien- und PR-Arbeit, um den Erfolg von Veröffentlichungen und Kampagnen zu messen. Dabei unterscheidet man grundsätzlich zwischen quantitativer und qualitativer Anzeigenwertberechnung, die jeweils unterschiedliche Ansätze und Zielsetzungen verfolgen.

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  • Das Ruhrgebiet und die Verlagsaktivitäten der Familie Baedeker

    Die Familie Baedeker spielte eine bedeutende Rolle in der Medienlandschaft des 18. Jahrhunderts in Deutschland, insbesondere in den Städten Dortmund und Essen. Mitglieder dieser Familie waren Pioniere in der Gründung der ersten Zeitungen und Verlagshäuser in diesen Regionen, was einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung von Informationen und zur Entwicklung des Journalismus darstellte.

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  • Eine Verwechslung

    Als neue Lektorin im Lektorat eines Medienbeobachters habe ich so manche kuriose Verwechslung erlebt und bin manchen Verwechslungen, sagen wir mal, zum Opfer gefallen. Eines Morgens meldete unser automatisches System eine „Nennung“ für einen unserer Kunden, ein Schreibwarenhersteller. Die Software hatte den Begriff „Stift“ erkannt und den Artikel entsprechend markiert.

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  • Meine Aufgabe als Lektor

    Als Lektor im Bereich Medienbeobachtung ist es meine tägliche Aufgabe, maschinell vormarkierte Nennungen zu prüfen und zu bewerten. Die automatisierten Systeme, die wir nutzen, sind inzwischen sehr leistungsfähig: Sie durchforsten eine Vielzahl von Quellen – von Zeitungsartikeln über Blogs bis hin zu Social Media – und markieren potenziell relevante Erwähnungen unserer Kunden oder Themen. Doch trotz aller technischen Fortschritte bleibt der menschliche Blick unverzichtbar.

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  • Rede aus Anlass des Upgrades des Monitoring-Systems

    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

    heute ist ein besonderer Tag für unser Team und unser Unternehmen. Mit dem erfolgreichen Upgrade unseres Monitoringsystems schlagen wir ein neues Kapitel in der Medienbeobachtung auf. Dank modernster künstlicher Intelligenz können wir die tägliche Arbeit unserer Lektorinnen und Lektoren nun noch gezielter und effizienter unterstützen.

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  • Qualitätskontrolle: Auflagen

    Bei der Kontrolle der Auflagenzahlen der von uns ausgewerteten Print-Publikationen gab es früher eine relativ einfache Regel, wenn  die Zahlen der gedruckten, der verbreiteten und der verkauften Auflage überprüft werden sollten: mit einem Blick sah man, dass etwas nicht stimmen konnte, wenn die verkaufte Auflage höher war als die gedruckte Auflage. Wie sollte das möglich sein?

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  • Lektorat früher und heute

    Zwei Mitarbeiter des Lektorats, Alisa und Boris, sitzen in der Teeküche und unterhalten sich über die Veränderungen ihres Arbeitsalltags.

    Alisa: „Erinnerst du dich, wie ihr früher mit den Zeitungen und Zeitschriften gearbeitet habt? Jeden Morgen kamen riesige Stapel Printausgaben, und ihr musstet alles per Hand durchsuchen.“

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  • Was ist eigentlich…Verscholzung?

    Kersten Augustin nimmt in einem Kommentar in der tageszeitung vom 19.Juni 2025 Bezug auf eine Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz, der den völkerrechtswidrigen Angriff Israels auf den Iran als „Drecksarbeit“ bezeichnet hat.

    Augustin merkt an, dass Merz mit diesem Ausdruck, der umstritten sein mag, ein verständliches Statement abgegeben und sich damit deutlich von Äußerungen des ehemaligen Bundeskanzlers Olaf Scholz und der ehemaligen Bundesaußenministerin Annalena Baerbock abgehoben habe. Deren Stellungnahmen in ähnlichem Zusammenhang habe, so Kersten Augustin, oft aus Sätzen bestanden, die man, „schon beim Zuhören wieder vergessenn habe„. Diese Redeweise, die auch von anderen Politikern und Politikerinnen praktiziert werde, bezeichnet Kersten Augustin in Anlehnung an den ehemaligen Bundeskanzler als „Verscholzung“.