"Medienbeobachtungen"

Panne bei der Verwendung künstlicher Intelligenz

Im Herbst 2025 kommt es beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel zur unbeabsichtigten Veröffentlichung eines Satzes, der es in gewisser Weise in sich hat: „Wenn du magst, passe ich Ton und Detailtiefe … an.“

Was heute Alltag in den Redaktionen ist, sollte den Leserinnen und Lesern eigentlich verborgen bleiben: die Einbeziehung künstlicher Intelligenz in die journalistische Arbeit.

Diese Einbeziehung bedeutet nicht, dass ganze Artikel statt von Journalistinnen und Journalisten von künstlicher Intelligenz geschrieben werden, sondern dass künstliche Intelligenz – KI – in die Entstehung des zu veröffentlichenden Textes einbezogen wird; KI hilft beim Formulieren, Verdichten, Ordnen, Prüfen und Recherchieren.

Dass nun der zitierte Satz unterhalb eines veröffentlichten Textes stand, hat damit zu tun, so Stephan Weichert im Medientage-Blog, dass die Panne am Balken entstand und sich auf eine, so Weichert, solide recherchierte Meldung zur Abberufung der Bahn-Managerin Sigrid Nikutta bezog.

Dazu muss man erklären, dass der Balken sich auf die visuelle Struktur der Publikation als einer Stufe im Herstellungsprozess bezieht, wenn die Seiten des Magazins (von Seite 1 bis zur letzten Seite) als horizontale oder vertikale Rechtecke (Balken) als visuelle Planungsübersicht abgebildet werden.

Quelle

Zur Verwendung von künstlicher Intelligenz in Redaktionen: Media Lab Bayern