"Medienbeobachtungen"

Schlagwort: Medienbeobachtung

  • Mediendatenblatt

    Es gibt in der Medienbeobachtung schon das eine oder andere Wort, das man erklären muss. Ein Mediendatenblatt ist eines dieser Worte. Was ein Mediendatenblatt aber ist, ist relativ leicht zu erklären und relativ einfach zu verstehen. Wenn wir einen Zeitungs- oder Zeitschriftenartikel finden, in dem Ihre Firma genannt wird, dann schneiden wir diesen Artikel nicht nur aus und legen ihn einfach beiseite, nein, wir kleben ihn auf ein Mediendatenblatt. Hier werden alle die Daten aufgeführt, die sich auf das Medium, aus dem der Ausschnitt stammt beziehen, und die mediale Herkunft des ausgeschnittenen Artikels beschreiben: Quelle, Erscheinungsdatum, Ressort, Seite, Positionierung auf der Seite. Darüber hinaus enthält das Mediendatenblatt noch weitere ergänzende Angaben wie Erscheinungsweise, Erscheinungsgebiet und Auflagenzahlen.

  • Mediennutzung

    Die neue G+J MOBILE 360° STUDIE 2018 ist vor einigen Tagen erschienen. Als Dienstleister im Bereich Medienbeobachtung muss uns ja vieles, was mit mobiler Internetnutzung zu tun hat, interessieren. Tut es auch.

    Nicht uninteressant finden wir die, im Vergleich zu vergangenen Jahren, festgestellte Zunahme der Nutzung des Smartphones, das, nebenbei bemerkt, bei 69% der Befragten entweder von Samsung oder von Apple stammt.

    Etwas schade ist, dass die Studie auf Selbstauskünften beruht und keine objektiven Messungen angestellt hat. Wie aussagekräftig also die Angaben der Befragten bezüglich Nutzungsdauer in verschiedenen Bereichen sind, soll hier trotzdem nicht weiter hinterfragt werden. Dass aber gefühlte 30 Minuten je nach Art der Internetnutzung sehr stark von tatsächlichen 30 Minuten abweichen können, muss nicht weiter thematisiert werden. Trotzdem gibt es die eine oder andere Folgerung, die  bezüglich Bedeutung des Minicomputers und zeitlicher Nutzung nicht uninteressant ist. So nutzen „36% der User das Smartphone in den ersten 10 Minuten nach dem Aufwachen und den letzten 10 Minuten vor dem Einschlafen“. Erhöht man diesen Zeitraum auf 30 Minuten, dann steigt die Zahl der Befragten in diesem Segment sogar auf satte 50% plus. Aber wie gesagt, es handelt sich immer um gefühlte Zeit und es wird leider nicht ganz genau ausgeführt worin die Nutzung besteht und wie intensiv sie ist, denn laden, Wecker stellen, spielen, Podcast hören, Whatsapp beantworten oder schreiben sind sehr unterschiedliche Tätigkeiten.

    Im Gegensatz zur Zeit gibt es beim Ort weniger Unterschiede zwischen tatsächlich und gefühlt. Die diesbezüglichen Erkenntnisse der Studie wären also belastbarer. Aber leider ist es so, dass es einen speziellen Ort für die Nutzung von Smartphones nicht gibt. Nur zeigt es sich, dass ältere Nutzer und Nutzerinnen mehr in den eigenen vier Wänden als unterwegs surfen.

    Für den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, zu dem wir uns als Dienstleister für Medienbeobachtung zählen, ist interessant zu erfahren, welche Inhalte denn mit dem Smartphone überhaupt abgerufen werden. Wenn die Leute mit ihren Galaxys und iPhones (s.o.) nur Spiele und OnlineBanking machten und sich die Wettervorhersagen anschauten, könnte uns so eine Studie und deren Ergebnisse (fast) egal sein, denn der Platz für öffentlichkeitswirksame Medienarbeit (und deren Ergebnisse) wäre irrelevant. Aber schon an zweiter und dritter Stelle der Nutzung werden mit Wissens- und Informationsrecherche (71%) und soziale Netzwerke (60%) Inhalte der Smartphone-Nutzung genannt, die für uns Medienbeobachter relevant sind. Auch ist es interessant zu erfahren, welche  sozialen Netzwerke an Bedeutung ab- bwz. zunehmen. Wie auch andere Quellen bestätigen, geht die Bedeutung von Facebook bei der mit 78% größten Nutzergruppe – die unter 30-jährigen – zurück während Instagram leicht zulegt. Hier beträgt die Veränderung gegenüber den Zahlen von 2017 genau 15%, die Facebook abgibt und Instagram zu übernehmen scheint. Die Nutzungsveränderung von Twitter gegenüber 2017 ist mit +6% ebenfalls positiv.

  • Medienüberwachung?

    Beschäftigt man sich mal damit, wie bestimmte Anglizismen, die als Synonyme des Begriffs „Medienbeobachtung“ gelten, übersetzt werden, dann bekommt man dann einen kleinen Schreck, wenn man „Media Monitoring“ bei Google in die Suchmaske eingibt. Die Suchmaschine spuckt nämlich als Übersetzung von „Media Monitoring“ den Begriff der „MedienÜBERWACHUNG“ aus. Genauer gesagt „die Überwachung der Ausgaben von Print-, Online- und Broadcast-Medien“. Ist aber „Überwachung“ nicht etwas anderes? Ein erneuter Blick nach Wikipedia hilft wenig. Erst das Grimmsche Wörterbuch hat die richtig Spur, indem es von „Beaufsichtigung“ und „polizeilicher Überwachung“ spricht. Und die Erklärung für „Medienüberwachung“ als Übersetzung von „Media Monitoring“ ist auf eine unsaubere, automatisierte Übersetzung von Google zurückzuführen, deren Grundlage ein englischer Wikipedia-Eintrag ist. Die kleine, bei Google zu findende Übersetzung wird deshalb eingeleitet mit den Worten „Aus dem Englischen übersetzt“ und enthält, fairerweise, einen Link zum englischen Original. Bietet man den Originaltext einer anderen Übersetzungsmaschine an – wir hier bevorzugen deepl.com – heißt es auch schon nicht mehr „Medienüberwachung“, sondern richtiger Medienbeobachtung.

  • Tatsachen

    Bei der Medienbeobachtung wird täglich viel gearbeitet. Wie auch sonst könnten so viele Medien für so viele Kunden so minutiös analysiert, ausgewertet und dokumentiert werden. Aber was sind die näheren Anforderungen an die Menschen, die diese Arbeit im Lektorat machen? Ist es die Sachkenntnis, die Fähigkeit zur Konzentration, die Gedächtnisleistung? Wahrscheinlich von allem etwas. Und ein Schuss Oberflächlichkeit sollte das Profil eines guten Lektors als i-Tüpfelchen abrunden. Denn festlesen sollten sich die Männer und Frauen nicht. Das würde nur ablenken.

  • Ausgleich

    In den letzten Jahren ist viel in der Medienbeobachtung passiert. Die größte Veränderung, die das Lektorat in dieser Zeit erfahren hat, war wohl die Arbeit mit den Printmedien, die heute der Auswertung der Onlinemedien sehr ähnelt. Die analoge Arbeit mit den Papierausgaben von Zeitschriften und Zeitungen wurde durch Bildschirme erweitert. Das Ziel war und ist die Schaffung einer Symbiose, bei der Mensch und Maschine so zusammenarbeiten, dass beide Seiten sich so ergänzen, dass Stärken genutzt und Schwächen ausgeglichen werden. Weiß man einerseits, dass die Frauen und Männer, die im Lektorat arbeiten, mit mehreren Tausend Suchvorgaben umgehen müssen, kann man sich gut vorstellen, dass die Vorschläge, die eine Maschine mittels Optical Character Recognition dem Lektor und der Lektorin macht, herzlich willkommen sind. Ist einem andererseits bewusst, dass dieses Optical Character Recognition nach wie vor große Schwieirgkeiten z.B. mit „bebilderten Texten“ hat, dann identifiziert man entsprechende Bereiche in den Printmedien als besondere Herausforderung an den Menschen, der aufgefordert ist, an diesen Stellen die Schwächen der Maschine auszugleichen. So wäscht eine Hand die andere.

  • Werkzeuge: Guillotine


    Wozu benötigt man bei der Medienbeobachtung eine Guillotine? (mehr …)

  • Medienbeobachtung: Auswertungen im Onlineportal


    Bei der Medienbeobachtung werden die Ergebnisse aus Zeitungen, Zeitschriften, Internet, TV, Radio und Nachrichtenagenturen nicht nur gesammelt, sondern auch statistisch aufgearbeitet. Wer würde nicht wissen wollen, wie sich die Pressearbeit entwickelt? Wieviele Ergebnisse hat die Pressekampagne im Herbst letzten Jahres im Vergleich mit der aktuellen Kampagne gehabt? Auf ganz Deutschland angewendet: wo habe ich die meisten Veröffentlichungen gehabt? Gibt es bestimmte Bundesländer, wo meine Pressearbeit unterrepräsentiert ist?
    Zu all diesen Fragen bieten wir bereits auf der obersten Ebene des für jeden Kunden eingerichteten Onlineportals vier aussagekräftige Grafiken, die mit einem Klick auf den eigenen Computer geladen werden können.

  • Zwerg Google

    Bei der Medienbeobachtung des Internets – kurz Internetbeobachtung – geht es vor allem um solche Quellen, die mehr oder weniger regelmäßig aktualisiert werden: Nachrichten- und Presseportale, Blogs, Twitter, etc. Eingesetzt dabei wird ein so genannter Spider. Er grast in atemberaubender Geschwindigkeit mehrere Tausend Internetquellen ab und hält die Ergebnisse in einer umfassenden Datenbank fest, deren Inhalt wiederum Grundlage für die Versendung der Ergebnisse an unsere Kunden ist. (mehr …)

  • Markt für Kommunikationsberatung und -umsetzung

    Trotz der hohen Meinung, die die Kommunikatoren in Unternehmen und Agenturen von den digitalen Medien haben, sieht es so aus, als hinke der Kommunikationsmarkt der allgemeinen Digitalisierung ein wenig hinterher.
    Während wir in der Medienbeobachtung uns ein Bein ausreißen und im Sinne der Optimierung der betrieblichen Abläufe alles tun, um dem „Stand der Technik“ immer ein wenig voraus zu sein, stellt die DPRG fest, dass die Strukturen des Kommunikationsmarktes wenig industrialisert seien. Wörtlich heißt es  im DPRG-Trendbarometer 2017 u.a. : „Bei der Vergabe und Akquisition von Geschäften dominieren tradierte Muster wie persönliche Netzwerke und Empfehlungen; bei der Abrechnung spielen erfolgsbasierte Modelle kaum eine Rolle“.

  • Presseverteiler und Werbemails

    Wie verhält man sich als Dienstleister im Bereich Medienbeobachtung, wenn man von einem Kunden mit Werbemails „beglückt“ wird? So ganz anders wie in anderen Branchen ist das wohl nicht. Außer, dass man in der Medienbeobachtung mitunter in Presseverteiler gerät, deren Texte während eines laufenden Auftrags nicht unwillkommen sind, die aber danach dazu neigen, lästig zu sein. (mehr …)

  • Oberstorch

    An anderer Stelle habe ich aus der medienbeobachtenden Praxis plaudernd, bereits über die seltsamen Rubriken geschrieben, in denen mitunter Geburtsanzeigen in Tageszeitungen auftauchen. Den Vogel abgeschossen hatte dabei die im nordrheinwestfälischen Münsterland erscheinende „Ibbenbürener Volkszeitung„, die die entsprechenden Familienanzeigen mitunter in der Rubrik „An- und Verkauf“ veröffentlicht. Grad eben „flattern“ mir einige vom Standesamt veröffentlichte Geburtsanzeigen auf den Tisch, die die im niedersächsischen Aurich erscheinenden „Ostfriesischen Nachrichten“ in der Rubrik „Serie“ publiziert hat. Die (imaginäre) Reaktion: man kann als zuständiger Oberstorch, will sagen „Chef vom Dienst“, wirklich nicht überall sein.

  • IVW, AGMA, AWA

    Standardmäßig werden bei der Medienbeobachtung mit den Ergebnisse bestimmte Mediadaten mitgeliefert. Dazu gehören neben vielen anderen Angaben die Auflagen- und manchmal auch die Reichweitenzahlen. Dabei kommen die offiziellen Zahlen für die Bewertung eines Veröffentlichungsbelegs von der IVW, der AGMA und der AWA; die Abürzungen stehen für „Informationsgesellschaft für Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern“, für „Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse“ und für „Allensbach Werbeträger Analyse“. (mehr …)

  • Was ist eigentlich…Kaskaden-Kommunikation

    In der Medienbeobachtung gehören wir zu einer Seite einer Medaille, deren andere Seite, so scheint es zumindest, oft deutlich komplexer und schwieriger zu meistern ist. Einige Begriffe deuten an, das die Kollegen es wahrlich nicht immer leicht haben. Da ist zum Beispiel der Begriff der Kaskaden-Kommunikation. Hiermit werden (unternehmensinterne) Mitteilungen bezeichnet, die von einer höheren Hierarchieebene auf den Weg gebracht werden und für Rezipienten tieferer Ebenen bestimmt sind: Veränderungen im Vorstand, Regelung der Betriebsferien, Hausordnungen, Beschlüsse von Betriebsversammlungen,… . Kaskade ist ein Begriff italienischen oder französichen Ursprungs und steht für „Wasserfall“. Dem Bild eines Wasserfalls folgend ist Kaskaden-Kommunikation ein streng vertikales Kommunikationssystem, das für Feedback nur sehr begrenzt geeignet ist. (mehr …)

  • Störerhaftung

    Eine Angelegenheit, die mit der eigentlichen Medienbeobachtung weniger zu tun hat, ist die so genannte Störerhaftung. Brigitte Zypries, die Bundeswirtschaftsministerin der großen Koalition, ist, so die Nachrichtenagentur dts, auf die Fraktionsspitzen von Union und SPD zugegangen und hat nach etwa einem Jahr eine Einigung beim Thema Störerhaftung erzielt. Bisher mussten z.B. Hotels die persönlichen Daten der Nutzer und Nutzerinnen ihres kabellosen Internets abfragen und den Zugang per Passwort schützen, wollten sie der Haftung entgehen, die aus einem ungesetzlichen Gebrauch durch die Nutzerinnen und Nutzer folgte. Die Passwortabfrage wird im neuen Gesetz weiterhin möglich, sie ist aber nicht mehr zwangsläufig vorgeschrieben. „Mit der Abschaffung der Störerhaftung müssen WLAN-Betreiber nun nicht mehr befürchten, für die Vergehen von Nutzern und Nutzerinnen ihres Internetzugangs haftbar gemacht zu werden.“ Das Gesetz, das heute (30.06.2017) verabschiedet wurde, will dazu beitragen, dass Deutschland im internationalen Vergleich nicht mehr so weit hinten steht.

  • Papier

    Bei der Medienbeobachtung fällt im Umgang mit Zeitungen und Zeitschriften immer eine ganze Menge Papier an. Aber nicht nur dort. Auch beim Versand. (mehr …)