Corona, Lektorat und Logistik

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Natürlich werten wir während der Coronapandemie unsere Medien etwas anders aus als sonst.

Homeoffice ist selbstverständlich dort, wo es geht. Und es geht in sehr vielen Bereichen. Sogar eine ganze Reihe von Lektorinnen und Lektoren arbeitet seit März zu Hause. Alles ist deutlich entzerrter. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genießen das, anderen fehlt, was vollkommen verständlich ist, der physische Kontakt zum Kollegium.

Einzig im Bereich der Logistik – im weiteren Sinn – kommt es zu größeren Belastungen der Belegschaft. Es muss viel mehr gefahren werden, weil zum Beispiel die Verteilung der Zeitungen und Zeitschriften jetzt nicht nur innerhalb des Lektorats erfolgt, sondern innerhalb einer größeren, städtischen Einheit; folgerichtig ist es auch arbeitsintensiver, die Ergebnisse der wieder einzusammeln und der nächsten Abteilung zuzuführen. Der Flow zwischen den verschiedenen Abteilungen – Lektorat, Schnitt, Dokumentation, Versand – ist also etwas aufwändiger und hat – das sei verraten –  immer noch Optimierungspotenzial.

Die Kundschaft bekommt von dieser anderen Art der Medienbeobachtung aber nichts mit. Die Aufträge für die Auswertung der verschiedensten Publikationen werden nach wie vor gut ausgeführt. Und dass mancher Fahrer bei der Arbeit ein etwas genervteres Gesicht macht, weil sein Pensum angestiegen ist, wird ja auf den Mediendatenblättern oder im Kunden-Onlineportal zum Vorteil unseres Images nicht vermerkt.

Burkhard Heinz
mediatpress®