Body shaming auf Instagram

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Photo by Michał Parzuchowski on Unsplash

Die sozialen Medien sind nicht unbedingt sehr gesund. Gesellschaftlich und persönlich. Verschwörungen, Fake News, Querdenken, Rechtsextremismus und … Body Shaming. Zu Letzterem ist nun, so t3n, dem Wall Street Journal ein internes Papier zugespielt worden, das aus dem Facebook-Konzern stamme.

Darin wird eine Studie erwähnt, die sich mit Instagram und bestimmten Verhaltensauffälligkeiten von Mädchen und jüngeren Frauen beschäftigt. Konkret gehe es um eine veränderte Selbstwahrnehmung und eine größere Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen. Betroffen seien von dieser Verzerrung, so die interne Studie, 30% der jüngeren Nutzerinnen.

Dies führe so weit, dass in Großbritannien 13% und in den USA 6% der Jugendlichen eigene Suizid-Gedanken auf Instagram zurückführten. Auch spielten Ess- und Angststörungen sowie Depressionen eine große Rolle.

In dem Bemühen der PR diesen negativen Sachverhalten etwas entgegenzusetzen, stellt eine Stellungnahme von Facebook fest, dass 81% der Jugendlichen sich dank der sozialen Medien stärker mit ihren Freunden verbunden fühlten, während “nur” 26% an diesen Netzwerken litten.

Seitens des Konzerns betone man darüber hinaus, dass man an Mechanismen gegen Mobbing und negative Vergleiche arbeite.

(Die Brisanz der Veröffentlichung hat auch damit zu tun, dass Facebook nun etwas mehr Gegenwind spürt in Bezug auf sein neues Projekt “Instagram für Kinder”. Die erwähnte Veröffentlichung geht, so heise online, auf Frances Haugen zurück. Auf Dokumenten, die Haugen während ihrer Arbeit bei Facebook gesammelt hat, basiert eine ganze Artikel-Serie für das Wall Street Journal.  Dadurch gerate Facebook grade, so future zone, unter erheblichen politischen Druck.)

Burkhard Heinz
mediatpress®