Medienbeobachtung: Bitte?

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Medienbeobachtung ist, wie schon an anderer Stelle erwähnt, ein hartes Brot. Und ein schnelles noch dazu. Vor allem, wenn es um die Auswertung von Social Media-Quellen geht. Vor nicht allzu langer Zeit hat Twitter die Kürze seiner Meldungen etwas verlängert. Der Platz wurde verdoppelt und aus den 140 Zeichen wurden 280. Dadurch wurden viele Abkürzungen, die einen twitter-eigenen Code darstellten, zwar nicht überflüssig, aber weniger notwendig: statt “idc” konnte man nun “i don’t care” schreiben, statt “lmk” war Platz genug für “let me know”. Aus “gr8” wurde wieder “great”, aus “b4” “before” und aus “srsly” “seriously”. Was aber angesichts der immer wieder aufploppenden Diskussion über Verrohung der Umgangsformen und Hasskommentare erstaunen mag, ist der Umstand, dass Twitter nun wieder Platz für freundliche Äußerungen hat. So sei, Unternehmensangaben zufolge, bei der Verwendung des Wortes “Bitte” ein 54-prozentiger Anstieg zu verzeichnen.