Medienbeobachtung: Bitte?

twitter-2019-02-10-10-31.jpg

Medienbeobachtung ist, wie schon an anderer Stelle erwähnt, ein hartes Brot. Und ein schnelles noch dazu. Vor allem, wenn es um die Auswertung von Social Media-Quellen geht. Vor nicht allzu langer Zeit hat Twitter die Kürze seiner Meldungen etwas verlängert. Der Platz wurde verdoppelt und aus den 140 Zeichen wurden 280. Dadurch wurden viele Abkürzungen, die einen twitter-eigenen Code darstellten, zwar nicht überflüssig, aber weniger notwendig: statt “idc” konnte man nun “i don’t care” schreiben, statt “lmk” war Platz genug für “let me know”. Aus “gr8” wurde wieder “great”, aus “b4” “before” und aus “srsly” “seriously”. Was aber angesichts der immer wieder aufploppenden Diskussion über Verrohung der Umgangsformen und Hasskommentare erstaunen mag, ist der Umstand, dass Twitter nun wieder Platz für freundliche Äußerungen hat. So sei, Unternehmensangaben zufolge, bei der Verwendung des Wortes “Bitte” ein 54-prozentiger Anstieg zu verzeichnen.

Medienbeobachtung und Twitter

Manchmal kommt es vor, dass die Kundenberatung mit Fragen konfrontiert wird, die nicht so ganz einfach zu beantworten sind. “Denken Sie, dass es sinnvoll ist, auch Twitter von Ihnen beobachten zu lassen”, ist eine solche Frage. Darauf zu antworten, ohne mehr über die dazu gehörende Kommunikationsstrategie zu wissen, wäre schon sehr gewagt. Also geben wir die Beantwortung der Frage insofern zurück, als dass wir zurückfragen, wie sinnvoll denn der Kunde selbst Inhalte findet, die über Social Media-Kanäle wie zum Beispiel Twitter verbreitet werden. Fiele die Antwort positiv aus, würde die Kundenberatung die Beobachtung der maximal 280 Zeichen umfassenden “Tweets” nahelegen, fiele die Antwort negativ aus, würde man von einer entsprechenden Beobachtung eher abraten. Auf jeden Fall ist es aber so, dass Entscheidungen, die der Kunde bei einem Beratungsgespräch trifft, nicht in Stein gemeißelt sind und für die nächsten 100 Jahre gelten. Der Kunde kann also die Medienbeobachtung von Twitter beauftragen und, sollten ihm die Ergebnisse nicht gefallen, innerhalb eines Zeitraums von ca. 24 Stunden wieder beenden. Ganz einfach.

Netzwerkdurchführungsgesetz

Laien können ab 01.01.2018 rechtswidrige Inhalte bei Facebook, Youtube und Twitter auf der Grundlage des NetzDG, Netzwerkdurchführungsgesetz, melden.  Ab diesem Datum müssen die Betreiber großer soziales Netzwerke in Deutschland Ansprechpartner für Behörden haben und Nutzern ein Verfahren an die Hand geben, das es ihnen ermöglich, Beschwerden über rechtswidrige Inhalte vorzubringen und zu erwarten, dass als dessen Konsequenz eindeutige rechtswidrige Inhalte innerhalb von 24 Stunden gelöscht werden. Obwohl Kritiker, so die Wochenzeitung “Die Zeit”, dem neuen Gesetz vorwerfen “unkonkret und schlecht gemacht zu sein” (Die Zeit), drohen den Betreibern millionenhohe Geldbußen, wenn sie das Gesetz nicht umsetzen. „Netzwerkdurchführungsgesetz“ weiterlesen

Zeitung, facebook, twitter

Wenn eine gute Zeitung wie ein gutes Restaurant ist, dann ist Facebook wie ein Fastfood-Lokal oder eine Dönerbude und Twitter wie der Weinfleck, die Krümmel auf dem Tischtuch oder die benutzte Serviette.