Medienbeobachtung bei “Line of Duty”

Filmplakat der Serie Line of Duty von links nach rechts: Roz Huntley, Steve Arnot, Ted Hastings, Kate Fleming

Dass Filme das eine oder andere Mal die Beobachtung und Analyse von Medien thematisieren, habe ich innerhalb dieses Blog bereits erwähnt. Das letzte Mal ging es um die bekannte Mini-Serie “Damengambit”, deren Premiere 2020 stattfand. Aus den Jahren 2012 bis 2016 stammen die 36 Folgen der Serie “Line of Duty“, die auch in Deutschland im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt wurden und werden*. In der vierten Staffel ist die Analyse von Zeitungsschnipseln mit einer wichtigen Richtungsänderung des Erzählungsstrangs verbunden.

Detective Chief Inspector Roseanne “Roz” Huntley (Thandiwe Newton) steht im Fokus der AC 12 – “AC” steht für Anti-Korruption. Ihr gelingt es, von sich und ihren manipulierten Ermittlungsergebnisse abzulenken und unschuldige Personen mit Taten in Zusammenhang zu bringen, in die sie selbst mehr als verwickelt ist.

Als erneut Leichenteile gefunden werden, steht sie mit dem Rücken an der Wand. Es zeigt sich, dass die besagten Leichenteile eingefroren und – Achtung! – eingewickelt in Zeitungspapier waren. Der Forensik gelingt es nun, anhand einiger Satzfetzen und mit Unterstützung des Internets und entsprechender Onlineveröffentlichungen das Veröffentlichungsdatum der gefundenen, kaum noch leserlichen Zeitungsstücke herauszufinden. Zum Ärger der korrupten Kommissarin stellt sich heraus, dass das Datum der analysierten Zeitungsstücke in einen Zeitraum fällt, als ihr Hauptverdächtiger bereits seit einigen Wochen in Untersuchungshaft sitzt. Während es Roz Huntley bisher immer gelungen war, die gegen sie formulierten Beschuldigungen zu entkräften, hat das Ermittlerteam um Detective Seargent Steven “Steve” Arnott (Martin Compston) und Detective Constable Kathrine “Kate” Fleming (Vicky McClure) dank der forensischen Medienanalyse jetzt wieder Oberwasser.

*Anmerkung: die 4. Staffel wird man Anfang Juni 2021 im ZDF sehen können.