Medienbeobachtung bei “Line of Duty”

Filmplakat der Serie Line of Duty von links nach rechts: Roz Huntley, Steve Arnot, Ted Hastings, Kate Fleming

Dass Filme das eine oder andere Mal die Beobachtung und Analyse von Medien thematisieren, habe ich innerhalb dieses Blog bereits erwähnt. Das letzte Mal ging es um die bekannte Mini-Serie “Damengambit”, deren Premiere 2020 stattfand. Aus den Jahren 2012 bis 2016 stammen die 36 Folgen der Serie “Line of Duty“, die auch in Deutschland im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt wurden und werden*. In der vierten Staffel ist die Analyse von Zeitungsschnipseln mit einer wichtigen Richtungsänderung des Erzählungsstrangs verbunden.

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Schlafen, Arbeit, Medien

durchschnittliche Zeit, die für schlafen, Arbeit und Medien verwendet wird

In der Langzeitstudie ARD/ZDF-Massenkommunikation 2020 (-> PDF) heißt es unter anderem, dass alle Menschen in Deutschland, genau 99%, täglich Medien nutzen. Das ist nicht weiter überraschend. Dass man aber, so die erwähnte Studie, durchschnittlich 424 Minuten oder mehr als 7 Stunden mit Medien verbringt, hat zumindest mich etwas nachdenklich gemacht. Besteht das Leben der Menschen mittlerweile nur noch aus einem Drittel Schlaf, einem Drittel Arbeit und, so die erwähnte Studie, einem Drittel Fernseher, Computer und Smartphone?

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Medienanalyst und Mikrowelle

Teetrinkerin
In einem Unternehmen wird nicht nur gearbeitet, es werden auch Pausen gemacht. Ganz klar. Die Teeküche mit ihrer Mikrowelle ist ein beliebter Ort für diese Pausen. Die drei Minuten, die es braucht, um zum Beispiel eine Tasse Wasser für einen Tee zu erhitzen, sind ein zeitlicher Rahmen für kurze Begegnungen, Gespräche und “empirische Untersuchungen”. Für Letzteres trägt Peter aus der “Medienanalyse” die Verantwortung. Und das kam so.

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Begriffe im Verlauf der Corona-Pandemie

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(Dargestellt wird ein zeitlicher Verlauf, ohne Berücksichtigung der absoluten Zahlen. Die Anzahl der Nennungen der blauen, roten und grünen Linie ist im November NICHT identisch, identisch ist lediglich der zu diesem Zeitpunkt festzustellende relative Höhepunkt)

Die Pandemie beginnt Ende Februar/Anfang März, erreicht den ersten Höhepunkt im April und flaut anschließend ab. Bis Ende des Sommers bleiben die Zahlen auf einen relativ niedrigen Niveau, um dann erneut anzusteigen und einen zweiten Höhepunkt Anfang November zu erreichen. Anschließend bleiben die Zahlen auf einem hohen Niveau relativ konstant.

Schaut man sich einige Begriffe an, die in der Presse im Jahresverlauf 2020 im Zusammenhang mit der Pandemie verwendet wurden, so gibt es zwischen dem Verlauf der Infiziertenzahlen und dem Verlauf der Verwendung bestimmter, mit der Pandemie in Zusammenhang stehender Begriffe einen Zusammenhang, der nicht weiter verwundern dürfte, denn Sprache richtet sich nach dem, wovon sie erzählt.

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Politische Kommunikation auf Youtube

Kindervoryoutube

Jan-Malte Hunfeld hat zusammen mit Stefan Beer ein Web-Projekt mit der kryptischen Bezeichnung HiwuLab ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine quantitative Auswertung von Youtube-Videos. Hintergrund ist eine politikwissenschaftliche Masterarbeit von Jan-Malte Hunfeld mit dem Titel “Das Online-Video in der politischen Kommunikation”.

Ausgangspunkt für die Arbeit ist eine aktuelle ARD/ZDF-Onlinestudie, der zufolge 64% aller Deutschen Videoportale nutzen; in der Altersgruppe der unter 30-jährigen sind es sogar 98%. Das Internetadresse, die dabei mit Abstand am häufigsten aufgerufen wird, ist Youtube.

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