Zeitschriften, Digitalisierung und Journalismus

Zeitschriften
Patrick Priesmann ist seit 2015 Geschäftsführer des Südwestdeutschen Zeitschriftenverleger-Verbands, der Interessenvertretung der Zeitschriftenverlage in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

In einem mehrseitigen Interview für die Zeitschrift Blickpunkt wird er u.a.nach einer Erklärung dafür gefragt, dass die Zeitschriftenbranche einerseits jammert, andererseits aber 2019 deutlich mehr Zeitschriften als 2017 herausgibt. Patrick Priesmann antwortet mit einem Hinweis auf den sehr starken Verdrängungswettbewerb. „Zeitschriften, Digitalisierung und Journalismus“ weiterlesen

Unter Druck

Prisma und rtv sind die Riesen im Bereich der TV-Supplements für Tageszeitungen. Was die eine Beilage an Kooperationspartnern und Auflage gewinnt, geht auf dem sehr übersichtlichen Markt der TV-Beilagen für Tageszeitungen auf Kosten der anderen. Und so steigerte prisma seine Auflage von 4,8 auf 7,1 Mio Exemplare, während rtv eine nahezu identische Auflagenveränderung verzeichnete. Allerdings in die andere Richtung. Aus dem 7,1 Mio Exemplaren wurden 4,7 Mio.

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Aua!

Es ist vor allem der Printbereich, wo Medienbeobachtung nicht ganz ungefährlich ist. Denn nachdem im Lektorat ein Treffer “gebucht” also gefunden und markiert wurde, wird er, um die Arbeit der Männer und Frauen im Lektorat nicht aus dem Fluß zu bringen, im “Schnitt”, einer zweiten Abteilung, ausgeschnitten. Das wird schon lang nicht mehr mit einer Schere gemacht, sondern mit sehr scharfen Schnittlinealen. Diese Werkzeuge sind aber nicht nur sehr scharf, sie sind auch relativ lang. Sieht man einem Neuling zu, wie er oder sie mit diesem Instrument umgeht, wird man manchmal an eine Person erinnert, die in einem Skikurs zum ersten Mal – mit Skiern an den Schuhen – umdrehen soll und nicht weiß wohin plötzlich mit so langen Brettern unter den Füßen. Den Personen im Schnitt, die schon länger dabei sind, möchte man andererseits nicht zu nahe treten, weil die Geschwindigkeit, die sie über die Jahre bei ihrer Arbeit entwickelt haben, beeindruckend ist. Und weil diese Schnittlineale, wie gesagt, sehr scharf (und letztlich auch gefährlich) sind.