
Susanne Schneider ist u.a. Redakteurin des SZ-Magazins und der Zeit. Sie ist um den ersten Satz besorgt, sagt sie.

Susanne Schneider ist u.a. Redakteurin des SZ-Magazins und der Zeit. Sie ist um den ersten Satz besorgt, sagt sie.

Browser-Fingerprints werden heute dazu genutzt, nicht nur Internetbrowser sondern auch Internetnutzer – Frauen wie Männer – über die Konfiguration ihres Computers zu identifizieren. Cookies war gestern, könnte man meinen.

Earned Media ist ein Medientyp, bei dem Inhalte, die sich auf ein bestimmtes Unternehmen beziehen, ohne direkten Einfluss dieses Unternehmens erstellt und verbreitet werden.

Eine Gerichtsmedizinerin im Süden Italiens. Sie versucht die Identität der Immigranten herauszubekommen, die zwischen Sizilien und dem italienischen Festland ertrinken: die Toten sollen wenigsten mit ihrem Namen beerdigt werden können.

Bei der Auswertung der Printpresse werden Ausschnitte gefunden, die ganz unterschiedlich lang sein können. Mit der letzten Lieferung am vergangenen Freitag hat eine Einrichtung aus dem Bereich Kunst einen sage und schreibe 62 Seiten umfassenden Text geliefert bekommen.

Steven Brill ist Gründer des us-amerikanischen Unternehmens NewsGuard. Nicht ganz unrecht hat er mit der Feststellung, dass das Internet ein wenig wie eine Bibliothek ist. Und dass es nicht ganz leicht fällt, in dieser „Bibliothek“ die glaubwürdigen von den unglaubwürdigen Quellen zu unterscheiden. In einer richtigen Bibliothek fragt man im Zweifelsfall die Bibliothekarin oder deren Kollegen. Aber wen fragt man im Internet?

Natürlich sind alle Pressemitteilungen gut und wichtig. Vor allem die eigenen. Als Medienbeobachter sind wir nicht dazu da, entsprechende Bewertungen vorzunehmen, ohne dass uns ein Kunde danach fragt. Also halten wir uns zurück. Schon aus Diskretion.

Die vermeintliche Daten- und Informationsflut, die die Lebenszusammenhänge des modernen Menschen zu charakterisieren scheint, bedarf einer kognitiven Anstrengung, um durchdrungen, erlebbar und überhaupt erfahrbar zu werden. Vermittelte Welt – Nachrichten, Berichte, Bilder, Kino, Kunst, Internet,… – tritt also nicht an sich den Individuen gegenüber, sondern als zu interpretierendes Datenkonglomerat. Arnold Gehlen verwendet für die notwendige interpretative kognitive Aktivität den Begriff der „Entlastung“.
Eine selten in diesem Zusammenhang verwendete Vokabel ist die der Medienbeobachtung. Zeit-Online berichtet gestern von einem Referentenentwurf des Innenministeriums, der es den Geheimdiensten zukünftig möglich machen soll, nicht nur die Beiträge, die in den Medien veröffentlicht werden, zu beobachten, sondern gleich auch Medienhäuser, Verlage, Rundfunkanstalten und freie Journalistinnen und Reporter mit.

Es gibt bei der Arbeit als Lektor immer wieder Momente, die einem den „Flow“ kaputt machen. Es geht ja darum, sehr schnell und konzentriert zu arbeiten, vorgeschlagene Markierungen und deren Kontext zur Kenntnis zu nehmen und den jeweiligen Aufträgen zuzuordnen, ohne sich davon einnehmen und ablenken zu lassen. Mit ein bisschen Training und der Erfahrung, die man jeden Tag macht, geht das ganz gut. Aber immer noch nicht hundertprozentig.

Die Frankfurter Allgemeine veröffentlichte die Tage einen Text zum Thema künstliche Intelligenz und der populären Vorzeigedisziplin „Sprach“erkennung. Die Rede ist von Alexa, Siri und Cortana, Stimmen, die die Funktion bestimmter Geräte erweitern. Entsprechend einer Studie der Unesco seien diese Stimmen mittlerweile für viele Menschen ein Gesprächspartner, mit dem sie mehr sprächen, als mit echten Menschen. „Gesprächspartner“, heißt es, nicht Partnerinnen, obwohl es sich um weibliche Stimmen mit weiblichen Vornamen handelt.
Die Geräte, aus denen die Stimmen erklingen, werden aufgrund dieser Stimme personalisiert und bekommen ein Geschlecht? Mit der weiblichen Stimme in einem sächlichen („es“) oder männlichen („er“) Körper müsste es sich genau genommen um „Transgeräte“ handeln. Aber das führt zu weit.