Trinkwasser: vom Lauf einer Pressemitteilung

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Eine Pressemitteilung kann unabhängig von den in ihr enthaltenen Daten in den Medien die Runde machen und sehr hohe Reichweiten erzielen. Voraussetzung dafür scheint zu sein, dass sie nachts von einem nicht ganz unbekannten Medium – am besten im Printbereich – aufgegriffen, veröffentlicht und damit verbreitet wird. Wenn der Inhalt der Meldung jetzt von allgemeinerem Interesse ist, dann ist die späte Stunde recht gut dazu geeignet, dass die entsprechende Meldung ungeprüft in den nächsten Stunden von einer und dann auch von anderen Presseagenturen aufgenommen und multipliziert wird. „Trinkwasser: vom Lauf einer Pressemitteilung“ weiterlesen

Berlinale

Zur Berlinale gibt die Deutsche Filmversicherungsgemeinschaft, kurz DFG, eine Pressemitteilung raus, in der es interessanterweise u.a heißt, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sei, dass bei den 400 Filmen, die im Programm zu sehen sind, in über 100 Fällen versicherungstechnisch ein Schaden zu beheben war. Es handle sich dabei allerdings nicht gleich um Millionen-Beträge, aber immerhin. So könne es schnell 80.000 Euro kosten, wenn ein Drehtag nachzuholen ist.
mehr unter http://www.gdv.de/2015/02/einen-drehtag-nachholen-kann-schnell-80-000-euro-kosten/

Medienbeobachtung mit Gänsefüßchen

Medienbeobachtung der besonderen Art wird von der IVW (http://www.ivw.eu) durchgeführt. Die IVW ist die “Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern”. Sie ist ein gemeinnütziger Verein und als solcher eingetragen im Berliner Vereinsregister. Während wir normalen Medienbeobachter (beinahe) den gesamten Inhalt einer Publikation “verarbeiten”, beschränkt sich die IVW auf – man verzeihe mir diese Verkürzung – “Äußerlichkeiten” und trifft Aussagen über Auflagenzahlen und Reichweiten sowie deren Entwicklung. 

So hieß es in der letzten Pressemitteilung dieser “Medienbeobachter” zum Beispiel, dass die Verkaufsauflage von Tageszeitungen des dritten Quartals im Vergleich zum Vorjahr um ganze 4,8 Prozent gesunken sei, eine Tendenz, die auch im Bereich der Publikumszeitschriften beobachtbar ist, obwohl in den letzten drei Monaten dank der besseren Einzelverkäufe ein leichtes Auflagen-Plus festgestellt werden konnte. Auch Fachpresse und Kundenzeitschriften, so die IVW, verzeichneten ein Minus, wenn auch mit 2 Prozent ein geringeres. Dass die Süddeutsche Zeitung ihre Samstagsausgabe vollständig überarbeitet hat und sie nun als Wochenendausgabe anbietet, liegt auch daran, dass die unter der Kategorie Wochenzeitung laufenden Publikationen, die einzigen Printmedien sind, die im Jahresvergleich einen steigenden Gesamtverkauf registriert haben. 

Die Auflagenzahlen des dritten Quartals, gegliedert nach Medientypen können als PDF hier eingesehen werden: http://daten.ivw.eu/download/pdf/IVW_Statistik_Auflagen_20143.pdf Hier finden sich auch die sehr interessanten Zahlen zur Entwicklung des ePapers.

Kriminelle Energie

Eines der Produkte einer bayerischen Porzellanmanufaktur spielte bei der Fahndung nach einem Bankräuber eine Rolle. Statt die Kenntnisse über Inhalt und Verbreitung der Pressemeldungen aber als Anregung für das eigene Marketing zu nutzen, bemängelte der Kunde unsere Arbeit. Schade, denn die kriminelle Energie eines eleganten Kaffeeservice war damit hin. Der Film “Arsen und Spitzenhäubchen” (1941) wäre niemals gedreht worden.