Es kommt immer mal vor, dass Kunden von uns Ergebnisse erhalten, mit denen sie nicht gerechnet haben. Kürzlich wieder: ein Anbieter von Unternehmenssoftware.
Ein offener Brief
Die Pressemitteilung ist eine Form der Öffentlichkeits- oder Pressearbeit. Eine andere Form ist der offene Brief, so Martin Zips in der Süddeutschen Zeitung. Seit Isokrates (>Wikipedia), so schreibt Zips, ist der offene Brief dazu da, weniger interessanten Angelegenheiten eine größere Aufmerksamkeit zu verschaffen. Der offene Brief ist in diesem Sinn ein Konfrontationsmittel, das auf den Empfänger oder die Empfängerin Druck ausüben soll.
Pressemitteilungen in den Händen eines Medienbeobachters
Nachdem wir den Auftrag für eine Medienbeobachtung erhalten, werden wir oft in den Presseverteiler der Kunden aufgenommen. Das ist manchmal sinnvoll. Wir lernen den Namen, nach dem gesucht werden soll, auf diese Weise besser kennen. Wie Pressemitteilungen (PM) verfasst werden, darüber lernen wir auch eine Menge. Sowohl in Bezug auf die Formulierungen, Stil und Aufbau, wie in Zusammenhang mit dem Erfolg, den eine PM hat. Es ist schließlich unsere Aufgabe danach zu sehen, wo eine Pressemitteilung überall veröffentlicht wird.
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Trinken oder schwimmen?
Beide Tätigkeiten benötigen Wasser. Jedoch in sehr unterschiedlichen Mengen. So ist das in der Medienbeobachtung auch.
Von der Rolle
Ein Versandhandel im niedersächsischen Hannover hat sich in seiner letzten Pressemitteilung etwas ganz besonderes ausgedacht.
Pressearbeit während der Corona-Pandemie
Die Corona-Pandemie verengt den Blick auf die Welt. Die größere Enge nimmt Ereignissen, über die sonst berichtet würde, den Platz. Auch die Pressearbeit ist davon betroffen.
“Filzstiftmission”
Als Medienbeobachter hat man täglich mit sehr vielen Pressemitteilungen zu tun, die man entweder in Reinform oder mehr oder weniger abgewandelt zu Gesicht bekommt. Es ist nicht die Aufgabe unserer Arbeit, ungefragt etwas über die Qualität dieser Texte zu sagen, aber es ist schon so, dass manche Texte im Gedächtnis bleiben. „“Filzstiftmission”“ weiterlesen
Pressemitteilungen sind so verschieden nicht von anderen Texten
Ein Münchener Anbieter von cloud-basierter Marketing- und Kommunikationssoftware hat nun die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter knapp 900 internationalen Journalisten zum Thema “Pressemitteilungen” veröffentlicht.
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KISS: Fass Dich kurz und sei verständlich
Warum KISS hilft, eine Presseaussendung richtig zu gestalten? Auch wenn die Band KISS immer gut für eine Meldung in den Nachrichten ist, hat die erfolgreiche Glamrockband der 70er Jahre nichts mit der KISS-Formel zu tun, die dabei hilft, eine Presseaussendung zu einer qualitativen Information und damit zu einer relevanten Nachricht zu machen.
Händler haben Haltung
Das EHI ist ein wissenschaftliches Institut des Handels mit Sitz in Köln. Im Juni führte es eine Befragung von 60 Kommunikationsverantwortlichen großer Unternehmen durch. Herausgefunden werden sollte, ob diese Unternehmen eine Meinung zu umstrittenen gesellschaftsrelevanten Themen haben und öffentlich kommunizieren.
Pressemitteilungen mit Lucky Luke
Natürlich sind alle Pressemitteilungen gut und wichtig. Vor allem die eigenen. Als Medienbeobachter sind wir nicht dazu da, entsprechende Bewertungen vorzunehmen, ohne dass uns ein Kunde danach fragt. Also halten wir uns zurück. Schon aus Diskretion.
Trinkwasser: vom Lauf einer Pressemitteilung
Eine Pressemitteilung kann unabhängig von den in ihr enthaltenen Daten in den Medien die Runde machen und sehr hohe Reichweiten erzielen. Voraussetzung dafür scheint zu sein, dass sie nachts von einem nicht ganz unbekannten Medium – am besten im Printbereich – aufgegriffen, veröffentlicht und damit verbreitet wird. Wenn der Inhalt der Meldung jetzt von allgemeinerem Interesse ist, dann ist die späte Stunde recht gut dazu geeignet, dass die entsprechende Meldung ungeprüft in den nächsten Stunden von einer und dann auch von anderen Presseagenturen aufgenommen und multipliziert wird.
Berlinale
Zur Berlinale gibt die Deutsche Filmversicherungsgemeinschaft, kurz DFG, eine Pressemitteilung raus, in der es interessanterweise u.a heißt, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sei, dass bei den 400 Filmen, die im Programm zu sehen sind, in über 100 Fällen versicherungstechnisch ein Schaden zu beheben war. Es handle sich dabei allerdings nicht gleich um Millionen-Beträge, aber immerhin. So könne es schnell 80.000 Euro kosten, wenn ein Drehtag nachzuholen ist.
mehr unter http://www.gdv.de/2015/02/einen-drehtag-nachholen-kann-schnell-80-000-euro-kosten/
Medienbeobachtung mit Gänsefüßchen
Medienbeobachtung der besonderen Art wird von der IVW (http://www.ivw.eu) durchgeführt. Die IVW ist die “Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern”. Sie ist ein gemeinnütziger Verein und als solcher eingetragen im Berliner Vereinsregister. Während wir normalen Medienbeobachter (beinahe) den gesamten Inhalt einer Publikation “verarbeiten”, beschränkt sich die IVW auf – man verzeihe mir diese Verkürzung – “Äußerlichkeiten” und trifft Aussagen über Auflagenzahlen und Reichweiten sowie deren Entwicklung.
So hieß es in der letzten Pressemitteilung dieser “Medienbeobachter” zum Beispiel, dass die Verkaufsauflage von Tageszeitungen des dritten Quartals im Vergleich zum Vorjahr um ganze 4,8 Prozent gesunken sei, eine Tendenz, die auch im Bereich der Publikumszeitschriften beobachtbar ist, obwohl in den letzten drei Monaten dank der besseren Einzelverkäufe ein leichtes Auflagen-Plus festgestellt werden konnte. Auch Fachpresse und Kundenzeitschriften, so die IVW, verzeichneten ein Minus, wenn auch mit 2 Prozent ein geringeres. Dass die Süddeutsche Zeitung ihre Samstagsausgabe vollständig überarbeitet hat und sie nun als Wochenendausgabe anbietet, liegt auch daran, dass die unter der Kategorie Wochenzeitung laufenden Publikationen, die einzigen Printmedien sind, die im Jahresvergleich einen steigenden Gesamtverkauf registriert haben.
Die Auflagenzahlen des dritten Quartals, gegliedert nach Medientypen können als PDF hier eingesehen werden: http://daten.ivw.eu/download/pdf/IVW_Statistik_Auflagen_20143.pdf Hier finden sich auch die sehr interessanten Zahlen zur Entwicklung des ePapers.