Wortlisten

Worliste mit Hervorhebung des Worten medienbeobachtung
Symbolbild

Dass der Begriff “Medienbeobachtung” auch dort anzutreffen ist, wo man ihn nicht gleich vermutet, ist wohl nur normal – Überraschungen sind genau dazu da. Jetzt grad finde ich den genannten Begriff in dem nicht ganz unbekannten Leo Wörterbuch. Der Grund für die entsprechende Nennung ist, wie es scheint, eine allgemeine Leseranfrage. So ganz selbstverständlich war oder ist es also nicht, zu wissen, was Medienbeobachtung ist. Jemand wollte seinerzeit wissen, was genau unter “Medienbeobachtung” zu verstehen ist.  Als Autorin der Begriffsdefinition wird der Name “Meike” genannt. Sie schreibt:

Medienbeobachtung ist eine Dienstleistung für Öffentlichkeitsarbeit und Public Relations. Sie dokumentiert die Präsenz von Suchbegriffen oder Themen in einem möglichst repräsentativen Mediensample. Damit können Kommunikations-Ziele kontrolliert und Veränderungen in der öffentlichen Meinung rechtzeitig erkannt werden.”

Dem muss man nichts hinzufügen. Schön ist auch die ebenfalls vermerkte englische Übersetzung: “media monitoring”.

Dass der Eintrag vom Februar 2008 stammt und nicht veraltet ist, spricht für die Autorin und für das Wörterbuch.

Bei Wikipedia heißt es zu leo.org: Es ist “… eine werbefinanzierte Website, die vor allem zweisprachige Online-Wörterbücher anbietet. Sie wird inzwischen von dem privaten Unternehmen LEO GmbH betrieben. Im deutschen Sprachraum ist sie die meistbesuchte ihrer Art.”
Sitz der Gesellschaft ist das bayerische Sauerlach.

Outdoor-Bekleidung als Medien?

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Zugegebenermaßen haben wir als Dienstleister der Medienbeobachtung manchmal eine etwas antiquiert erscheinende Vorstellung davon, was Medien sind und wo gesellschaftlich Relevantes kommuniziert wird. Schon im Bereich der sozialen Netzwerke gibt es sehr viele Quellen, denen man eine über eine Nabelschau hinausgehende Relevanz absprechen könnte. Aber was sind Medien, die von der Medienbeobachtung gelesen und ausgewertet werden sollten?

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Viele Internetnutzer und -nutzerinnen wissen ganz gut, was Cookies sind

Öffentlichkeitsarbeit braucht Anlässe. So ein Anlass ist der Europäische Datenschutztag, zu dem der Bundesverband Digitale Wirtschaft – BVDW – nun eine Pressemitteilung veröffentlicht hat, die sich im Kern mit den Ergebnissen einer Umfrage beschäftigt. Für die Umfrage wurden in Deutschland 2.507 Personen kontaktiert, also angerufen. Der Europäische Datenschutztag ist zwar schon vorbei – er wird traditionell am 28. Januar begangen – und ist den Wenigsten bekannt, dafür sind die Zahlen des BVDW aber auch nicht “weltbewegend”. Trotzdem möchte ich sie hier kurz erwähnen. „Viele Internetnutzer und -nutzerinnen wissen ganz gut, was Cookies sind“ weiterlesen

Politische Kommunikation auf Youtube

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Jan-Malte Hunfeld hat zusammen mit Stefan Beer ein Web-Projekt mit der kryptischen Bezeichnung HiwuLab ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine quantitative Auswertung von Youtube-Videos. Hintergrund ist eine politikwissenschaftliche Masterarbeit von Jan-Malte Hunfeld mit dem Titel “Das Online-Video in der politischen Kommunikation”.

Ausgangspunkt für die Arbeit ist eine aktuelle ARD/ZDF-Onlinestudie, der zufolge 64% aller Deutschen Videoportale nutzen; in der Altersgruppe der unter 30-jährigen sind es sogar 98%. Das Internetadresse, die dabei mit Abstand am häufigsten aufgerufen wird, ist Youtube.

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Studie: Blogger versus Journalisten

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Suchmaschinen “mögen” unterschiedliche und sich ändernde Inhalte. Gegenüber statischen Websites, auf denen sich wenig ändert und wo sich Inhalte oft wiederholen, sind Blogs also im Vorteil. Außerdem finden Interessierte hier oft ausführlichere Texte, deren kommerzielles Interesse zugunsten der Information (dankenswerterweise) zurücktritt. Grade in der Kombination mit den sozialen Netzwerken sind Blogs eine ausgezeichnete Form der Onlinekommunikation.

Sind Blogger damit aber sofort den professionell arbeitenden Journalisten gleichzustellen?

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Informationsflut und interessegeleitete Kommunikation

Womanwithbublegum

Die vermeintliche Daten- und Informationsflut, die die Lebenszusammenhänge des modernen Menschen zu charakterisieren scheint, bedarf einer kognitiven Anstrengung, um durchdrungen, erlebbar und überhaupt erfahrbar zu werden. Vermittelte Welt – Nachrichten, Berichte, Bilder, Kino, Kunst, Internet,… – tritt also nicht an sich den Individuen gegenüber, sondern als zu interpretierendes Datenkonglomerat. Arnold Gehlen verwendet für die notwendige interpretative kognitive Aktivität den Begriff der “Entlastung”.

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